| BMU - Glossar | |
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| F | |
| FCKW | Abkürzung für Fluorchlorkohlenwasserstoffe. FCKW sind in hohem Maße für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlich, da sie in der Atmosphäre in großer Höhe vom energiereichen Sonnenlicht gespalten werden und Chlorverbindungen entstehen, die das Ozon angreifen und zerstören (Ozonloch). Siehe auch |
| Felder, elektrisch und magnetisch bzw. elektromagnetisch | Zustand des Raumes, in dem jedem Raumpunkt der Wert einer physikalischen Größe, z.B. der elektrischen oder magnetischen Feldstärke (Energieversorgung), zugeordnet werden kann. Vom elektromagnetischen Feld (Mobilfunk) spricht man, wenn zeitlich veränderliche elektrische und magnetische Felder bei hohen Frequenzen unlösbar miteinander verknüpft sind. |
| Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) | EG-Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen (1992). Im Mittelpunkt des Interesses steht der Schutz der Lebensräume. FFH-Gebiete bilden zusammen mit Gebieten, die nach der Vogelschutzrichtlinie der EU geschützt sind, das europaweite Schutzgebietsnetz |
| Flächenrecycling | Nutzungsbezogene Wiedereingliederung solcher Grundstücke in den Wirtschafts- und Naturkreislauf, die ihre bisherige Funktion und Nutzung verloren haben - wie stillgelegte Industrie- und Gewerbebetriebe, Militärliegenschaften, Verkehrsflächen u.ä. - mittels planerischer, umwelttechnischer und wirtschaftspolitischer Maßnahmen. |
| Fluglärm | Das Fluglärmgesetz soll in novellierter Fassung den Schutz gegen Fluglärm in der Umgebung von Flughäfen verbessern. |
| Flussgebietseinheit | Für die Bewirtschaftung von Einzugsgebieten festgelegtes Gebiet, das aus einem oder mehreren benachbarten Einzugsgebieten, den ihnen zugehörigen Grundwässern und Küstenwässern besteht. |
| Förderprogramme allgemein | Das Bundesumweltministerium fördert Projekte im großtechnischen Maßstab, die das Ziel haben, Umweltbelastungen zu vermeiden oder zu verringern. |
| Förderprogramme für Erneuerbare Energien | Der beschleunigte Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien gehört zu denzentralen Elementen für eine nachhaltige Entwicklung. Das Bundesumweltministerium misst dem Ausbau der erneuerbaren Energie-Technikenganz besondere Bedeutung zu. Neben Energieeinsparung und Verbesserung der Energieeffizienz gilt es, die Nutzung der Solarenergie, der Wind- und Wasserkraft, der Biomasse und der Geothermie entscheidend voranzubringen. |
| Frauen und Umwelt | |
| Freizeitlärm | Die Vorschrift des § 22 BImSchG soll mit Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb u.a. von Freizeitanlagen eine allgemeine Grundpflicht für den Schutz gegen Freizeitlärm sicher stellen, deren weitere Konkretisierung auf der Grundlage der LAI-Freizeitlärm-Richtlinie in den Ländern erfolgt. |
| Fungizid | Pilzvernichtungsmittel |
| future bike | Motorrad mit niedrigen Lärmemissionen, geringem Kraftstoffverbrauch und anspruchsvollen Abgaswerten. |
| G | |
| G-8 | Kurzbezeichnung der acht großen Industrienationen der Welt (Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Russland, USA und Deutschland) Jährliche Gipfel der G8-Staatschefs; daneben Treffen der G8-Fachminister, u.a. jährliche G8-Umweltministertreffen |
| Gärrest | siehe Gärrückstand |
| Gärrückstand | "Flüssiges, schlammförmiges oder festes organisches Material, das nach der Vergärung getrennt gesammelter Bioabfälle übrig bleibt. Der Gärrückstand (Gärrest) kann unmittelbar oder nach Kompostierung der festen Materialien als Dünger z.B. auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden. |
| Gast- und Investorländer | Die bei den CDM- und JI-Projekten beteiligten Staaten, die gleichzeitigVertragspartei der Klimarahmenkonvention sind und das Kyoto-Protokoll ratifiziert haben, werden als Gast- bzw. Investorland bezeichnet. Das Gastland ist immer das Land, in dem das Projekt durchgeführt wird. Investorland bezeichnet das Land, in dem die Emissionszertifikategutgeschrieben werden sollen. |
| GATS | General Agreement on Trade in Services (GATS), Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen. GATS ist das Ergebnis der Uruguay Runde 1994, aus der die Gründung der World Trade Organisation WTO hervorging. |
| GATT | General Agreement on Tariffs and Trade (GATT), Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen. |
| Gender Mainstreaming | Gender Mainstreaming bezeichnet die Integration der Geschlechterperspektive in alle Politikbereiche. |
| Gentechnik | Sammelbegriff für verschiedene molekularbiologische Techniken. Sie ermöglicht, DNA-Stücke (z.B. aus Pflanzen und Tieren) unterschiedlicher Herkunft neu zu kombinieren und in geeigneten Wirtszellen zu vermehren und zu exprimieren. |
| Geoinformationen | Informationen zu Fragen des Umwelt- und Naturschutzes haben in der Regel einen räumlichen Bezug: Wo steht die chemische Fabrik und was befindet sich in ihrem Umfeld? Wo liegen die Messstationen entlang des Rheins? Was grenzt an das Naturschutzgebiet? Die für den räumlichen Bezug grundlegenden topographischen Informationen nennt man "Geobasisinformationen", die mit einem räumlichen Bezug verknüpften Informationen "georeferenzierte Fachdaten". Unter dem Begriff "Geoinformationen" werden Geobasisdaten und georeferenzierte Fachdaten zusammengefasst. Sie sind Grundlage für Umweltinformationen. |
| Geothermie | Geothermie ist die Wärmeenergie des Erdinnern. |
| Geräte- und Maschinenlärm | Auf der Grundlage der EU-Richtlinie 2000/14/EG, des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes und des Bundes-Immissionsschutzgesetzes soll die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) den Schutz gegen Lärm von einer Vielzahl im Freien betriebener Geräte und Maschinen, vom Rasenmäher bis zum Baufahrzeug, verbessern. |
| Gesetzesfolgeabschätzung | Vor Einleitung eines Gesetzgebungsverfahren sollen möglichst frühzeitig alle wesentlichen Auswirkungen in den Blick genommen werden, die das geplante Gesetz nach Inkrafttreten voraussichtlich haben wird: Erreicht das Gesetz sein Ziel? Steht es in Übereinstimmung mit übergeordneten – z.B. verfassungsrechtlichen – Zielen? Gibt es Alternativen? Wie wirkt sich die Regelung auf wichtige Schutzgüter – hierzu gehört auch die Umwelt– aus? Gibt es eine Bevölkerungsgruppe oder eine Berufsgruppe, die von dem Gesetz besonders betroffen ist? Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Zu den Kosten, die berücksichtigt werden müssen, gehören nicht nur die unmittelbare Auswirkungen auf die Wirtschaft und die öffentlichen Haushalte , sondern auch die sog. „externen Kosten“, etwa für den Flächenverbrauch, oder immaterielle Nachteile wie der Verlust von seltenen Tier- und Pflanzenarten, die sich nicht immer in Zahlen ausdrücken lassen. |
| Gewässergüte | Kennzeichen der Qualität von Oberflächengewässern nach dem Saprobien-System; Einstufung nach dem Sauerstoffgehalt, der Sauerstoffzehrung, BSB5-Wert u. a.l |
| Gewässerschutz | Ziel des Gewässerschutzes in Deutschland ist es, allerorts Gewässer mit guter ökologischer Qualität zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Dazu müssen die Gewässer, aber auch ihre Ufer und ihr Umfeld so erhalten bzw. wieder hergestellt werden, dass sich die für den jeweiligen Naturraum typischen Lebensgemeinschaften dort entwickeln können. Für das Grundwasser ist ein guter chemischer Zustand zu erhalten bzw. wiederherzustellen. |
| Gewerbeabfall | "Gewerblicher Siedlungsabfall und bestimmte Bau- und Abbruchabfälle, deren Entsorgung, insbesondere die Verwertung, durch die Gewerbeabfallverordnung geregelt wird. |
| GIA | Kurzform für "Gender Impact Assessment". GIA ist die zentrale Methode des Gender Mainstreamimg. Es zielt darauf ab, eine systematische und umfassende Bearbeitung von Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern sicherzustellen. GIA dient der Überprüfung der Auswirkungen von politischen Maßnahmen - d.h. in Gesetzen, Verordnungen, Programmen, Konzepten und im alltäglichen Verwaltungshandeln - auf Männer und Frauen sowie auf Geschlechterverhältnisse. Siehe auch |
| Globale Umweltfazilität | Global Environment Facility (GEF). Bei der Weltbank angesiedelter multilateraler Fond als vorläufiger Finanzierungsmechanismus zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt ( |
| Globalisierung | Wenn es ein Schlagwort gibt, unter dem sich die zentralen Entwicklungstendenzen in Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft des ausgehenden 20. Jahrhunderts sowie des neuen Jahrtausends am zutreffendsten subsumieren lassen, dann ist es das der Globalisierung. Vorangetrieben durch moderne Informations-, Kommunikations- und Verkehrstechniken erreichen die weltweiten wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen ein noch nie da gewesenes Ausmaß. |
| GLP | Gute Laborpraxis (GLP) stellt ein Regelwerk dar, das sich mit dem organisatorischen Ablauf und den Bedingungen befasst, unter denen Laborprüfungen geplant, ausgeführt und überwacht werden. Zweck der GLP ist es, eine gleichbleibend hohe Qualität bei der Durchführung und Berichterstattung von Laborprüfungen sicherzustellen. |
| Grundwasser | Grundwasser ist das Wasser im Untergrund. Diese unsichtbare Ressource ist ein wesentliches Element des Wasserkreislaufs und erfüllt wichtige ökologische Funktionen. Zudem ist es die wichtigste Trinkwasserressource. In Deutschland werden mehr als 70 % des Trinkwassers dem Grundwasser entnommen. Das Grundwasser muss soweit wie möglich vor Verunreinigungen geschützt werden. Die konsequente Anwendung des Vorsorgeprinzips ist dabei von großer Bedeutung. |
| H | |
| Habitat | Lebensstätte ("Wohnort") einer Pflanzen- oder Tierart (Art), wo alle Lebensbedingungen erfüllt werden, die die Art an den Ort stellt; die Gesamtzahl aller Habitate einzelner Arten bildet den Lebensraum (= |
| Halone | Hauptsächlich in Feuerlöschmitteln eingesetzte ozonschädigende, meist bromhaltige Substanzen. |
| Handy | |
| Hausmüllentsorgung | Gemäß Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz sind die Kommunen als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger (örE) für die umweltverträgliche Entsorgung aller Abfälle aus privaten Haushalten (Hausmüll) zuständig. Sie können sich dabei auch beauftragter Dritter bedienen. Die Haushalte sind verpflichtet den örE die Abfälle zu überlassen. |
| HELCOM | Kommission zur Durchführung des Übereinkommens von 1992 über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets. (Helsinki-Übereinkommen) |
| Helsinki-Übereinkommen | Übereinkommen von 1992 über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets. (Ersetzt das Übereinkommen über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets von 1974) |
| Herbizid | Pflanzenvernichtungsmittel |
| H-FCKW | Teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe mit einem geringeren Ozonabbaupotenzial als FCKW. Siehe auch |
| Hochwasser | Hochwasserereignisse gehören zum Naturgeschehen. Sie treten neuerdings offensichtlich durch die zunehmende globale Erwärmung der Erdoberfläche häufiger auf. Schäden, die durch Hochwasser entstehen, können stets auf menschliches Handeln zurückgeführt werden. Durch Ansiedlungen in den Flusstälern hat sich der Mensch - bewusst oder unbewusst - dem Hochwasserrisiko ausgesetzt. |
| Hochwasservorsorge | Immer mehr stellt sich heraus, dass Klimaschutzmaßnahmen mittelbar auch Hochwasservorsorge bedeuten. Daneben wird vorrangig aber auch die Hochwasservorsorge mit einer ausgewogenen Kombination aus ökologisch ausgerichteten Maßnahmen zum Wasserrückhalt im Einzugsgebiet, technischen Schutzmaßnahmen, Reglementierung und Anpassung der Nutzung in überschwemmungsgefährdeten Gebieten und durch individuelle Hochwasservorsorge vorangetrieben. Am 10. Mai 2005 trat das Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes in Kraft. Das Gesetz führt zu einer deutlichen Verbesserung der Hochwasservorsorge in Deutschland. Es beugt insbesondere der Entstehung neuen Schadenspotentials in von Hochwasser bedrohten Bereichen vor. |
| Hochwasserkatastrophe | Informationen, Berichte, Pressemitteilungen sowie Hilfen, Tipps und Anlaufstellen zur Hochwasserlage in Deutschland und in Nachbarstaaten. |
| Human-Biomonitoring - HBM | Messung eines Fremdstoffes (z. B. einer Chemikalie) und seiner Abbauprodukte im Körper des Menschen. Untersuchungsmaterialien hierfür sind Blut- und Urinproben. Das Human-Biomonitoring (HBM) spielt bei Bewertungsfragen in der Umweltmedizin und für die Beurteilung der korporalen Schadstoffbelastung der Bevölkerung sowie von Personengruppen und Einzelpersonen eine wesentliche Rolle. |
| Hydrografie | Mit dem Begriff Hydrografie (geografische Gewässerkunde) bezeichnet man die Lehre von Erscheinungsformen, Eigenschaften, Vorkommen, Verbreitung und Haushalt des Wassers über, auf und unter der Erdoberfläche. Die Hydrografie ist ein Teil der Geografie sowie der Geophysik. Ihre Zweige sind die Gewässerkunde mit ihrem Teilgebiet Flusskunde, die Quellen- und Grundwasserkunde, die Ozeanografie und die Lehre von der Geschiebebewegung und Geröllverfrachterung in Flüssen und an Küsten. Das Wasser der offenen Meere behandelt die Meereskunde, die der Gletscher die Gletscherkunde. |
| I | |
| IFCS | Zwischenstaatliches Forum für Chemikaliensicherheit (Intergovernmental Forum on Chemical Safety, IFCS), dessen zentrale Aufgabe es ist, die Umsetzung von Kap. 19 der Agenda 21 zu kontrollieren und zu harmonisieren. |
| IKZM | Integriertes Küstenzonenmanagement. |
| Immission | Eintrag von Luft- oder Wasserverunreinigungen in |
| Industrie- und Gewerbelärm | Die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) als 6. Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum BImSchG (6. BImSchVwV) soll den Schutz gegen Lärm von immissionsschutzrechtlichen Anlagen, insbesondere im Bereich Industrie und Gewerbe, durch Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb sicher stellen. |
| Innovative Umwelttechnik | Nachhaltige Entwicklung ist ohne innovative Umwelttechnik nicht zu erreichen. Moderne Technologien sind unverzichtbar, um den unvermindert hohen Ressourcen- und Energieverbrauch bei Produktion und Konsum weiter zu reduzieren. Mit einer anspruchsvollen Umweltpolitik hat die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für den Durchbruch modernster Umwelttechnik geschaffen, etwa im Bereich Energieeinsparung. |
| Insektizid | Insektenvernichtungsmittel |
| In-situ-Erhaltung | Erhaltung von |
| Integrierte Produktpolitik | Die Integrierte Produktpolitik (IPP) zielt auf Verbesserung der ökologischen Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen durch Innovationen entlang des gesamten Lebensweges ab. Zu ihren Instrumenten gehören z.B. Umweltkennzeichnung, Ökobilanzen und eine umweltfreundliche öffentliche Beschaffung. |
| Internationale Flussgebietskommission | Die integrierte Bewirtschaftung von Fließgewässern und Seen erfolgt bei grenzüberschreitenden Gewässern großräumig im Rahmen internationaler Kommissionen für ganze Flussgebiete oder bilateral für Grenzgewässer. Deutschland ist Mitglied in mehreren internationalen Flussgebietskommissionen, deren Tätigkeit auf der Basis völkerrechtlich verbindlicher Übereinkommen basiert. Dies gilt für den Rhein, die Donau, die Elbe, die Oder, die Maas, die Mosel/Saar und den Bodensee. |
| INTOX-Projekt | Internationales Programm zur Erforschung gesundheitlicher Risiken beim Umgang mit chemischen Stoffen. |
| Invasive Art | Nach der Entdeckung Amerikas 1492 durch den Einfluss des Menschen in ein Gebiet eingebrachte Tier- oder Pflanzenart, die unerwünschte Auswirkungen auf andere Arten, Lebensgemeinschaften oder Biotope hat und auch oft ökonomische oder gesundheitliche Probleme verursacht. |
| IPCC | Kurzform für "Intergovernmental Panel on Climate Change". IPCC ist ein zwischenstaatliches Expertengremium für Klimafragen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen, das 1988 eingerichtet wurde. |
| IPCS | Ziel des gemeinsamen internationalen Programms zur Chemikaliensicherheit (IPCS) von mehreren UN-Organisationen (WHO, ILO, UNEP) ist es, wissenschaftliche Grundlagen festzulegen, um das Risiko durch Chemikalien für die menschliche Gesundheit und die Umwelt abzuschätzen. |
| ISPA | Instrument zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten in den Bereichen Umwelt und Verkehr. Vorbereitung auf die Nutzung der Kohäsionsfonds. |
| ITB | Internationale Tourismus Börse (ITB). |
| IVU-Richtlinie | Richtlinie 96/61/EG des Rates vom 24. September 1996 über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung. |
| J | |
| Johannesburg Weltgipfel | Vom 26.8. bis 4.9.2002 fand der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (Südafrika) statt. 10 Jahre nach dem Gipfel in Rio de Janero (Brasilien) berieten die Vertreter der Weltstaatengemeinschaft über Lösungen für die Probleme der industrialisierten und der Entwicklungsländer. Die Weltkonferenz wurde mit der Erklärung beendet: "Wir, die Vertreter der Völker der Welt, versammelt auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung vom 2. bis 4. September 2002 in Johannesburg (Südafrika), bekräftigen unser Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung. Wir verpflichten uns, eine humane, gerechte und fürsorgende globale Gesellschaft aufzubauen, die der Wahrung der Würde aller Menschen stets eingedenk ist." |
| Joint Implementation | Nach Artikel 6 des Kyoto-Protokolls werden JI-Projekte zwischen zwei Annex-I-/Annex B-Ländern durchgeführt. Sie haben die Erzeugung und den Transfer von Emission Reduction Unit (ERU) zum Ziel. |
| K | |
| KAS | Kommission für Anlagensicherheit (KAS). In der Kommission für Anlagensicherheit wurden die bisherigen Beratungsgremien auf dem Gebiet der Anlagensicherheit - Störfall-Kommission und Technischer Ausschuss für Anlagensicherheit - zusammengefasst. |
| Kläranlage | Anlagen zur Reinigung von Abwässern. Für die Kläranlagen sind im allgemeinen die Kommunen zuständig. Daneben gibt es Kläranlagen privater Industriebetriebe. |
| Klärschlamm | Rückstände aus Kläranlagen, in denen die Abwässer der Haushalte oder der Industrie gereinigt werden. Klärschlämme aus Haushaltsabwässern können wegen ihres Stickstoff- und Phosphatgehaltes auf landwirtschaftlichen Flächen grundsätzlich als Dünger ausgebracht werden. Problematisch können die Schadstoffgehalte sein. |
| Klärwerk | Siehe |
| Klima | Der für einen Raum typische Zustand der Atmosphäre und der charakteristische durchschnittliche Ablauf der Witterung. |
| Klimaschutz | Sammelbegriff für alle Bestrebungen, dem |
| Klimawandel | Klimaveränderung auf der Erde über einen längeren Zeitraum, bzw. die zu unserer Lebzeit stattfindende globale Erwärmung. |
| Kompost | Humusartiges Material, das durch die Kompostierung getrennt gesammelter Bioabfälle entsteht und reich an organischer Masse ist. Kompost kann als Dünger und Bodenverbesserer z.B. auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden. |
| Kompostierung | Behandlungsverfahren zum gesteuerten biologischen Abbau von Bioabfällen durch Mikroorganismen unter aeroben Bedingungen (mit Sauerstoff) zur Erzeugung von Kompost. Bei der Kompostierung wird die Masse der Ausgangsmaterialien durch den biologischen Abbau auf gut die Hälfte reduziert. |
| Kraft-Wärme-Kopplung | Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom undWärme in einem Kraftwerk. Bei jeder Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen (Kohl, Gas, Öl) wird gleichzeitig auch Wärme freigesetzt. Während in vielen Kraftwerken diese Wärme, die gut zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie ausmacht, in der Umgebung verpufft, wird sie in KWK-Anlagen aufgefangen und als Heizungswärme (z.B. Fernwärme) oder in der Industrie für wärmeabhängige Produktionsprozesse genutzt. |
| Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz | Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (KrW-/AbfG) vom 27. September 1994 (am 07. Oktober 1996 in Kraft getreten). Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (und seine ergänzenden Regelungen) setzt - anders als sein Vorgänger, das stark ordnungsrechtlich orientierte Abfallbeseitigungsgesetz von 1972 - mit Instrumenten zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen bereits im Vorfeld der Abfallentstehung an. Um die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern, soll insbesondere bereits bei der Produktentwicklung und bei der Produktion möglichst vom Abfall her geplant und entschieden werden (Produktverantwortung). Um die Vollziehbarkeit des Kreislaufwirtschaftsgesetzes mit seinem weiten Abfallbegriff zu gewährleisten, hat das untergesetzliche Regelwerk mit ineinandergreifenden Verordnungen die bürokratischen Überwachungsvorschriften des alten Abfallgesetzes von 1986 abgebaut und die Verfahren dereguliert. |
| Kreosot | Siehe auch |
| Kulturlandschaft | Aufgrund der Nutzung durch den Menschen in historischer Zeit entstandene und durch die Nutzungsformen geprägte Landschaft mit überwiegend anthropogenen Ökosystemen (im Gegensatz zur |
| Kyoto-F-Gase | Zu den im Kyoto-Protokoll geregelten Stoffen gehören neben den natürlichen Treibhausgasen auch die künstlichen, fluorhaltigen Treibhausgase FKW, H-FKW und SF6. Diese Stoffe haben ein sehr hohes Treibhauspotential (GWP). FKW und H-FKW werden häufig als Ersatz für die ozonschichtzerstörenden FCKW, H-FCKW und Halone eingesetzt. |
| Kyoto-Protokoll | Völkerrechtliches Abkommen aus dem Jahre 1997, in dem wichtige Prinzipien des internationalen Klima-Regimes festgelegt werden. Es sieht verbindliche Reduktionsziele für die Länder im Annex B des Protokolls vor, die bei Ratifizierung in Kraft treten, sowie die sogenannten flexiblen Mechanismen Emissionshandel (EH), Clean Development Mechanism (CDM) und Joint Implementation (JI), die eine grundsätzliche Anrechnung von Reduktionsminderungen erlauben, die außerhalb des verpflichteten Landes entstehen. |
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