Fragen und Antworten (FAQ)
Hier finden Sie Antworten auf einige besonders häufig gestellte Fragen. Wird Ihre Frage hier nicht beantwortet, haben Sie die Möglichkeit uns über das Formular "Ihre Fragen" zu kontaktieren. Wir sind bemüht, Ihr Anliegen schnellstmöglich zu beantworten.
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Palu: Wiedervernässung von land- und forstwirtschaftlich genutzten Moorböden
Die Maßnahmen im Moorbodenschutz tragen maßgeblich zum Erreichen der Klimaneutralität in Deutschland bis zum Jahr 2045 bei.
Klimaschutzprogramm (KSP 2026) – Allgemeines
Deutschland will bis spätestens 2045 klimaneutral werden. Das Klimaschutzprogramm 2026 zeigt, wie die Bundesregierung dieses Ziel konkret erreichen will.
Förderung von E-Autos
Der Koalitionsausschuss hat am 8. Oktober 2025 beschlossen, ein neues Förderprogramm zur Förderung von Elektroautos zu entwickeln, um mehr Privatleuten den Umstieg auf klimaneutrale Mobilität zu ermöglichen.
Wolf
Der Wolf ist eine nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützte Tierart. Wie viele Wölfe gibt es in Deutschland? Wie steht es um ihren Schutzstatus? Wie leben diese Tiere hier?
Munitionsaltlasten im Meer
Bis zu 1,6 Millionen Tonnen konventioneller Munition liegen in deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee, davon rund 1,3 Millionen Tonnen allein im Nordseebereich.
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Wasser und Binnengewässer
Grundwasser-Messstellen gibt es an verschiedensten Orten. Dabei zeigt sich, dass die Grenzwerte für Nitrat vor allem dort überschritten wurden, wo das Grundwasser aus landwirtschaftlichen Gebieten abfließt. Dies ist nicht nur in Deutschland so, in Dänemark, den Niederlanden und Österreich und vielen anderen EU-Ländern ist dies ähnlich. Auch andere Nitrat-Messungen, wie die der deutschen Wasserversorgungsunternehmen belegen höhere Nitratwerte in der Nähe von Ackerflächen aber auch von Grünland, das landwirtschaftlich genutzt wird. Aus diesen Gründen gibt es auch schon lange Zeit Kooperationsvereinbarungen zwischen Landwirten und Wasserversorgern. Diese stellen sicher, dass das Grundwasser nicht zu viel Nitrat enthält und dadurch die Trinkwassergewinnung nicht zu teuer wird.
Ja. Deutschland liefert jedes Jahr Daten zur Nitrat-Belastung der deutschen Gewässer an die Europäische Umweltagentur, worüber diese regelmäßig berichtet. Alle vier Jahr liefert Deutschland zudem neue Daten zur Nitratbelastung aus der Landwirtschaft an die EU-Kommission – in Form eines Nitratberichtes. Im Nitratbericht 2020 wird für den Berichtszeitraum eine leichte Abnahme vor allem bei den hochbelasteten Grundwassermessstellen festgestellt. Im Vergleich zum Bericht 2016 ist der Anteil der Grundwassermessstellen mit Grenzwertüberschreitungen von 28,2 Prozent auf 26,7 Prozent gesunken. An der Mehrzahl der Messstellen für die Fließgewässer zeigt sich in den Jahren 2016 bis 2018 im Vergleich zum ersten Erhebungszeitraum 1991 bis 1994 bei den Nitratkonzentrationen ebenfalls ein leicht abnehmender Trend. Nach der EU-Nitratrichtlinie ist auch die Eutrophierungsbelastung der Oberflächengewässer im Bericht zu betrachten. Die Eutrophierung der Fließgewässer und Seen ist überwiegend durch zu hohe Phosphoreinträge begründet. Insgesamt erfolgten die Zunahmen der Phosphorkonzentrationen an allen Seen und Fließgewässermessstellen auf einem sehr niedrigen Belastungsniveau, so dass nicht von einer signifikanten Verschlechterung auszugehen ist. Die Küsten- und Meeresgewässer unterliegen trotz reduzierter Nährstoffeinträge allerdings nach wie vor einer hohen Eutrophierungsbelastung: Die Nitratkonzentrationen sind küstennah am höchsten und nehmen zur offenen See hin ab, da die Einträge vom Land aus über die Fließgewässer erfolgen und zur See hin verdünnt werden.
Nein. Neben dem Messnetz an landwirtschaftlich genutzten Flächen meldet Deutschland weitere Nitratwerte, um den Zustand aller deutschen Gewässer zu dokumentieren und zu überwachen. Diese Grundwasserdaten meldet Deutschland jährlich an die europäische Umweltagentur (EEA) in Kopenhagen. Das Netz umfasst über 1000 Messstellen. Diese Daten sind natürlich auch der EU-Kommission bekannt. Und auch sie zeigen, dass die Grundwasserbelastung insgesamt nicht zurückgeht, sondern seit Jahren auf einem hohen Niveau verharrt. Insofern ist der Vorwurf unzutreffend, dass nur die Berichterstattung aus dem alten Messnetz von vor 2016 dazu geführt habe, dass Deutschland vom Europäischen Gerichtshof verurteilt wurde.
Laut der grundgesetzlich verankerten Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern liegt die Verantwortung für das Mess- und Beobachtungswesen der Gewässerqualität bei den Ländern.
Die Länder überprüfen das Messnetz kontinuierlich, ersetzen fehlerhafte oder falsch positionierte Messstellen und erweitern es bei Bedarf. Um die Vorgehensweise zu vereinheitlichen, erarbeiten Bund und Länder derzeit eine Verwaltungsvorschrift, welche die Mindestanforderungen an die Messstellen und die Verfahren zur Ausweisung der Belastungsgebiete genau beschreiben wird.
Die Messstellen werden durch die Bundesländer überprüft und bei Bedarf korrigiert. Die Auswahl der Messstellen geht zurück auf eine gemeinsame Handlungsanweisung der Bundesländer (siehe die Fragen "Werden die Messstellen regelmäßig kontrolliert?"). Die Messstellen werden also nicht willkürlich festgelegt. Derzeit wird der Grenzwert für Nitrat im Grundwasser an 26,7 Prozent der Messstellen unterhalb von Ackerland, Grünland und Sonderkulturen überschritten. Selbst wenn mehr Messstellen oder die Messstellen auf anderen Flächen aufgestellt werden sollten, würde sich an der Überschreitung der Grenzwerte an genau diesen Stellen im Einflussbereich von Ackerland, Grünland und Sonderkulturen nichts ändern.
Maßgeblich für die Standortauswahl ist der Grundwasserstrom (das Einzugsgebiet der Messstelle), der auf die jeweilige Messstelle zuläuft. Dabei ist nicht entscheidend, ob sich über der Messstelle ein Acker oder eine Siedlung befindet. Damit ist die pauschale Aussage, wonach Messstellen in der Nähe urbaner Räume immer falsch lägen, nicht haltbar. Es kommt darauf an, wohin das Grundwasser fließt und das Nitrat abtransportiert, und damit, ob die jeweilige Messstelle im Zu- oder Abstrom der Grundwasserfließrichtung steht.
Bei einem so großen Messnetzen, kann es einzelne Grundwasser-Messstellen geben, die zuerst an Standorten stehen, bei denen sie die Grundwasserbelastung nicht richtig abbilden. Daher werden die Messstellen ständig von den Bundesländern überprüft. Im Einzelfall kann es also zu Fehlinterpretationen kommen. Derartige Einzelfälle verändern aber nicht die Gesamtaussage des Messnetzes. Sobald sich Messstellen als ungeeignet erweisen, wählen die Behörden der Bundesländer alternative Standorte aus, die eine eindeutigere Identifizierung der Nitrat-Quellen zulassen.
Die Länder überprüfen das Messnetz kontinuierlich und erweitern es bei Bedarf. Rheinland-Pfalz hat gerade eine Überprüfung vorgenommen, Bayern hat zum Beispiel mehr Messstellen angekündigt. Weitere Länder wie NRW haben ebenfalls eine Messnetzüberprüfung angekündigt. Um die Vorgehensweise zu vereinheitlichen, werden Bund und Länder bis zum Sommer eine Verwaltungsvorschrift erarbeiten, welche die Mindestanforderungen an die Messstellen und die Verfahren zur Ausweisung der Gebiete genau beschreiben wird.
Die hohen und ausgedehnten Grundwasserbelastungen hängen vor allem mit der landwirtschaftlichen Düngung zusammen. Das zeigt eine aktuelle, noch nicht veröffentlichte Studie des Forschungszentrums Jülich im Auftrag des Landes NRW zu undichten Abwässerkanälen. Gleichwohl können undichte Abwasserrohre lokal, also an bestimmten Orten, die Nitratbelastung des Grundwassers erhöhen. Die Grundwasserqualität wird dadurch aber nicht wesentlich beeinträchtigt. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Kanalsanierung von Abwässern bei Ländern und Kommunen große Priorität hat.