Was ist das Besondere an den Naturerbe-Flächen?

FAQ

Viele Flächen des Nationalen Naturerbes wurden bis zur Wiedervereinigung – in Teilen sogar noch bis vor einigen Jahren – unterschiedlich genutzt. Als Manövergelände des Militärs, zur Gewinnung von Braunkohle oder als Wald, Acker und Grünlandflächen. Trotz der in Teilen sehr intensiven Nutzung entstanden hier wichtige Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten. Denn dort, wo das Militär übte, wurde beispielsweise weder gedüngt, noch wurden Pestizide verwendet. Ähnlich wie die ehemaligen Braunkohletagebaue haben viele Militärflächen enorme Ausdehnungen, es gibt hier weder Siedlungen noch werden die Gebiete von Straßen durchschnitten.

Damit bieten die Flächen des Nationalen Naturerbes optimale Bedingungen, dass sich die Natur auf großen Flächen ohne das Zutun des Menschen nach eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln kann. Vor allem auf ehemaligen Militärflächen haben sich außerdem "historische" Offenlandschaften erhalten – wie beispielsweise artenreiche Sandmagerrasen und Heiden. Wie ein Zeitfenster erlauben sie einen Blick in die Landschaft vergangener Jahrhunderte. Diese gilt es, als Orte hoher Arten- und Lebensraumvielfalt, aber auch besonderer landschaftlicher Schönheit und Eigenart zu erhalten.

Enthalten in Fragen und Antworten zu
Nationales Naturerbe

https://www.bundesumweltministerium.de/FA817

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