ANK – Monitoring, Forschung, Beratung und Zusammenarbeit
FAQs
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Damit wir die Maßnahmen für den Natürlichen Klimaschutz effektiv gestalten und umsetzen können, müssen wir den Zustand und die Entwicklung unserer Ökosysteme gut kennen. Deshalb werden wir die vorhandenen Methoden zum Monitoring und zur Modellierung weiterentwickeln und dort, wo es nötig ist, ergänzen. Die Satellitenfernerkundung bietet mit neuen Sensoren großes Potential und auch von KI-basierten Auswerteverfahren erhoffen wir uns neue Erkenntnisse und effiziente Lösungen, um große Datenmengen zu verarbeiten.
Wichtig ist auch, die Daten, die an verschiedenen Stellen bereits erhoben werden, zusammenzuführen und möglichst breit nutzbar zu machen. Eine wichtige Herausforderung ist beispielsweise die Klimaschutzleistung unserer Wälder besser zu erfassen. Daher wird die Bundesregierung Intervalle und Form der Bundeswaldinventur überprüfen und ein digitales Waldmonitoring einführen. Um die Wirkung des ANK für den Schutz der biologischen Vielfalt zu ermitteln, werden wir die bestehenden Monitoringprogramme zur Biodiversität ausbauen und weiterentwickeln. Zudem müssen wir besser verstehen und bewertbar machen, wie sich der Zustand unserer Böden entwickelt. Deshalb werden wir ein Nationales Bodenmonitoringzentrum errichten.
Stand:
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Die komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen in unseren Ökosystemen müssen weiter erforscht werden. Verbessertes Monitoring und Modellierung sind nur ein Baustein. Mit mehr Forschung werden wir neue Lösungen für den Natürlichen Klimaschutz entdecken und entwickeln. Genauso wichtig ist aber, diese Lösungen – die ja oft schon vorhanden sind – auch dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden. Denn umgesetzt werden die Maßnahmen zum Natürlichen Klimaschutz vor Ort.
Stand:
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Der Natürliche Klimaschutz kann nur dann auf vielen Flächen umgesetzt werden, wenn die Akteure vor Ort über die bestehenden Förderangebote informiert sind sowie für eine Umsetzung entsprechender Maßnahmen gewonnen werden können und diese mitgestalten können. Die Information über die Ziele, Möglichkeiten und Besonderheiten des Natürlichen Klimaschutzes und der verschiedenen involvierten Fachdisziplinen ist Voraussetzung, um eine qualitativ hochwertige Umsetzung von Maßnahmen zu erreichen. Daneben ist die Vernetzung von Akteuren und die Verbesserung lokaler Zusammenarbeit für den Natürlichen Klimaschutz wichtig.
Das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK) koordiniert seit Oktober 2023 die Beratung für Akteurinnen und Akteure in den Regionen und ist die bundesweite Anlaufstelle für eine zentrale Erstberatung für Fragen im Zusammenhang mit der Umsetzung von Maßnahmen zum Natürlichen Klimaschutz und deren Fördermöglichkeiten. Das KNK bezieht bestehende Beratungs- und Umsetzungsstrukturen der Landschaftspflege, des Vertragsnaturschutzes, des Moor-und Bodenschutzes und weitere regionale Strukturen bei seiner Arbeit ein. So sollen Akteurinnen und Akteure sowie Interessierte bei der Identifikation, Entwicklung und Beantragung geeigneter Maßnahmen für den Natürlichen Klimaschutz unterstützt werden.
Stand:
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In der 2021 novellierten DAS-Förderrichtlinie stellt die Nutzung von Synergien zu den Zielen der Nachhaltigkeit, wie dem Klimaschutz, eine wesentliche Fördervoraussetzung dar. Dies zahlt somit automatisch auch auf den Natürlichen Klimaschutz ein. Darüber hinaus sind eine Vielzahl von Maßnahmen zum Natürlichen Klimaschutz unter Nutzung naturbasierter Lösungen deckungsgleich zu Maßnahmen der Klimaanpassung. Die mit Novellierung der Förderrichtlinie geförderten Klimaanpassungsmanagerinnen und -manager (KAM) berücksichtigen somit bei der Erstellung und Umsetzung der Klimaanpassungskonzepte auch schon Aspekte des Natürlichen Klimaschutzes.
Unter dem ANK wurde mit einem gesonderten Förderaufruf unter der DAS-Förderrichtlinie der Natürliche Klimaschutz noch stärker hervorgehoben. Das Förderfenster war vom 1. November 2023 bis zum 31. Januar 2024 geöffnet. Der ANK-DAS-Förderaufruf setzte einen Schwerpunkt auf Natürlichen Klimaschutz und naturbasierte Lösungen, um Synergien zwischen Natürlichem Klimaschutz, Klimaanpassung und dem Erhalt und der Stärkung der Biodiversität hervorzuheben und nutzbar zu machen, in seinem Rahmen sollen Vorhaben mit einer entsprechenden inhaltlichen Schwerpunktsetzung umgesetzt werden. Ziel der Förderung im Förderschwerpunkt A ist die Etablierung eines integrierten und nachhaltigen Anpassungsmanagements, das einen besonderen Fokus auf naturbasierte Lösungen legt. Um dies hervorzuheben wurde unter anderem der Name Klimaanpassungsmanagerinnen und -manager um den Untertitel "– Für mehr Nachhaltigkeit und Natürlichen Klimaschutz" ergänzt. Auch geförderte investive Maßnahmen und der Förderschwerpunkt B "Innovative Modellprojekte für die Klimaanpassung und den Natürlichen Klimaschutz" sind auf naturbasierte Lösungen beschränkt.
Stand:
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Auch wenn die Umsetzung von Natürlichem Klimaschutz immer vor Ort stattfindet: Der geeignete Rahmen dafür muss auf übergreifender Ebene gesetzt werden. Oft reicht dafür auch die Bundesebene nicht aus.
Dass die Natur unsere stärkste Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise ist, ist in der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030, der Roadmap für die Naturschutzpolitik der EU in diesem Jahrzehnt, klar verankert. In der EU werden zurzeit viele wichtige Regelungen und Initiativen verfolgt, die auch den Natürlichen Klimaschutz betreffen, so zum Beispiel die im Trilog geeinigte voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2024 in Kraft tretende Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Hier haben wir uns erfolgreich für eine ambitionierte Gestaltung eingesetzt. Ein weiteres wichtiges Werkzeug, um die Umsetzung vom Natürlichen Klimaschutz im Wald zu unterstützen, ist der EU-Verordnungsentwurf zum Waldmonitoring. Wir werden uns gegenüber der Europäischen Kommission und im Europäischen Rat dafür einsetzen, dass dieses Instrument so ausgestaltet wird, dass es auch für das ANK nutzbar ist. Wenn wir es in der EU ernst meinen mit dem Natürlichen Klimaschutz, setzen wir damit auch international ein wichtiges Zeichen.
Auf internationaler Ebene setzen wir uns weiterhin für die Stärkung des Natürlichen Klimaschutzes ein, etwa im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt, der Umsetzung des Übereinkommens von Paris, des Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung, der Unterstützung der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen, der Umsetzung der UN Agenda 2030 sowie bei vielen weiteren für den Natürlichen Klimaschutz wichtigen Regelungen und Initiativen.
Ein Beispiel ist die Initiative "Enhancing Nature-based Solutions for an Accelerated Climate Transformation – ENACT" zu Deutsch Ausbau des Natürlichen Klimaschutzes für eine schnellere Klimawende, die von Deutschland und Ägypten als gemeinsame Vorsitzende bei der COP 27 in Ägypten bekannt gegeben wurde. Ziel der Initiative ist es, bestehende Aktivitäten des Natürlichen Klimaschutzes besser zu bündeln, die globale Umsetzung von Natürlichem Klimaschutz zu steigern sowie ein gemeinsames Verständnis von Natürlichem Klimaschutz international voranzutreiben.
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