Wie trägt das Nationale Naturerbe zur biologischen Vielfalt bei?
FAQViele Flächen des Nationalen Naturerbes weisen eine außergewöhnlich hohe Arten- und Lebensraumvielfalt auf. Aufgrund der früheren besonderen Nutzung als militärisches Übungsgebiet oder der Lage in Naturschutzgebieten sind viele Naturerbe-Flächen wichtige Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten. Mit ihrer teilweise enormen Ausdehnung sowie dem Fehlen von Siedlungen und Verkehrswegen bieten die Gebiete die Chance, Natur- und Artenschutz großräumig und ohne Konflikte mit konkurrierenden (wirtschaftlichen) Nutzungen umzusetzen. Die Flächen des Nationalen Naturerbes sind einzig der Natur gewidmet.
Alle Wälder im Nationalen Naturerbe sollen sich zukünftig so wenig vom Menschen beeinflusst wie möglich entwickeln. Wenn Bäume alt werden dürfen und nicht eingeschlagen werden, sind sie reichhaltiger Lebensraum für speziell angepasste Käfer, Flechten und Pilze. Die Bundesregierung strebt an, insgesamt 5 Prozent der deutschen Waldfläche beziehungsweise 10 Prozent des Waldes im Eigentum der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Kommunen) dauerhaft aus der forstlichen Nutzung zu nehmen. Die Wälder des Nationalen Naturerbes sind hierfür ein wesentlicher Baustein. Große Naturschutzflächen bieten außerdem Lebensraum für Wildkatze, Luchs und Wolf. Mit der Sicherung eines beträchtlichen Teils bundeseigener (Wald-)Flächen für das Nationale Naturerbe hat der Bund dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Viele Magerrasen und Heideflächen weisen eine besonders hohe Artenvielfalt an Vögeln, Schmetterlingen und Insekten auf. Diese früher häufigen Lebensräume sind durch die Intensivierung der Landwirtschaft deutschlandweit stark gefährdet. Auf den Flächen des Nationalen Naturerbes sind sie dagegen noch oft zu finden. Da hier die Ziele des Naturschutzes Vorrang haben, können diese artenreichen Lebensräume durch eine naturnahe Nutzung langfristig erhalten werden.
Enthalten in Fragen und Antworten zu
Nationales Naturerbe