Konnte in Lebensmitteln deutschen Ursprungs Radioaktivität aufgrund des Unfalls in Fukushima nachgewiesen werden?

FAQ

Durch die große Entfernung zu Japan und die damit verbundene Verdünnung der freigesetzten radioaktiven Stoffe erreichte nur ein sehr kleiner Anteil Deutschland. Es konnten in der Atmosphäre geringste Spuren an Jod und Cäsium nachgewiesen werden, die nur aufgrund der hohen Empfindlichkeit der Geräte bestimmt werden konnten. Nach dem Durchzug der radioaktiven Wolke wurden in Deutschland vom Max-Rubner-Institut in Kiel (Leitstelle für Boden, Bewuchs, Futtermittel und Nahrungsmittel pflanzlicher und tierischer Herkunft) zusätzlich zur routinemäßigen Überwachung der Umwelt repräsentative Umweltmedien mit erhöhtem Messaufwand untersucht. Um die einzelnen Nahrungsketten zu prüfen, wurden Milch und Winterlauch beprobt. In einigen Milchproben konnte Jod-131 in der Zeit vom 31. März 2011 bis 11. April 2011 nachgewiesen werden. Die Konzentrationen lagen zwischen 5 und 12 Millibecquerel (mBq) pro Liter. Nach dem 14. April 2011 lagen die Messwerte in der Milch nur noch unterhalb der Nachweisgrenze von 2 mBq pro Liter. Radioaktives Cäsium konnte in keiner der Milchproben nachgewiesen werden. In Lauch wurden Jod-131-Konzentrationen zwischen 110 und 550 mBq pro kg im Zeitraum vom 31. März 2011 bis 26. April 2011 gemessen. Cäsium wurde nur in zwei Lauchproben nachgewiesen. Sie lagen mit 40 und 60 mBq pro kg nur knapp oberhalb der Nachweisgrenze. Die gemessenen Werte waren so niedrig, dass eine gesundheitliche Gefährdung selbst bei erhöhtem Konsum von Milch und Freilandprodukten nicht zu befürchten ist.

Stand:

https://www.bundesumweltministerium.de/FA985

Wege zum Dialog

Gute Politik für Umweltschutz gelingt, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Schreiben Sie uns oder beteiligen Sie sich an unseren Dialogangeboten.