Hat Deutschland in den vergangenen Jahren wirklich repräsentative und aktuelle Daten an die Kommission geliefert?

FAQ

Ja. Deutschland liefert jedes Jahr Daten zur Nitrat-Belastung der deutschen Gewässer an die Europäische Umweltagentur, worüber diese regelmäßig berichtet. Alle vier Jahr liefert Deutschland zudem neue Daten zur Nitratbelastung aus der Landwirtschaft an die EU-Kommission – in Form eines Nitratberichtes. Im Nitratbericht 2020 wird für den Berichtszeitraum eine leichte Abnahme vor allem bei den hochbelasteten Grundwassermessstellen festgestellt. Im Vergleich zum Bericht 2016 ist der Anteil der Grundwassermessstellen mit Grenzwertüberschreitungen von 28,2 Prozent auf 26,7 Prozent gesunken. An der Mehrzahl der Messstellen für die Fließgewässer zeigt sich in den Jahren 2016 bis 2018 im Vergleich zum ersten Erhebungszeitraum 1991 bis 1994 bei den Nitratkonzentrationen ebenfalls ein leicht abnehmender Trend. Nach der EU-Nitratrichtlinie ist auch die Eutrophierungsbelastung der Oberflächengewässer im Bericht zu betrachten. Die Eutrophierung der Fließgewässer und Seen ist überwiegend durch zu hohe Phosphoreinträge begründet. Insgesamt erfolgten die Zunahmen der Phosphorkonzentrationen an allen Seen und Fließgewässermessstellen auf einem sehr niedrigen Belastungsniveau, so dass nicht von einer signifikanten Verschlechterung auszugehen ist. Die Küsten- und Meeresgewässer unterliegen trotz reduzierter Nährstoffeinträge allerdings nach wie vor einer hohen Eutrophierungsbelastung: Die Nitratkonzentrationen sind küstennah am höchsten und nehmen zur offenen See hin ab, da die Einträge vom Land aus über die Fließgewässer erfolgen und zur See hin verdünnt werden.

https://www.bundesumweltministerium.de/FA1296

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