Ist der Einsatz nachhaltiger paraffinischer Dieselkraftstoffe wirtschaftlich?
FAQNachhaltige paraffinische Dieselkraftstoffe wie HVO aus Abfall- und Reststoffen kommt bereits seit vielen Jahren in Form von Beimischung zu konventionellem Dieselkraftstoff zum Einsatz. Nach der vor 2024 gültigen 10. BImSchV war eine Beimischung zu konventionellem Dieselkraftstoff bis zu 26 Prozent möglich gewesen. Obwohl technisch und rechtlich mehr möglich wäre, wurde HVO dennoch durchschnittlich nur zu etwa zwei Prozent beigemischt. Diese Beimischung wird von Mineralölunternehmen praktiziert, um die vorgeschriebene Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) zu erfüllen. Nur in Verbindung mit der Anrechnung auf die THG-Quote ist der Einsatz dieser Kraftstoffe aktuell überhaupt wirtschaftlich. Ohne Quotenanrechnung würde der Preis ein Vielfaches von konventionellem Dieselkraftstoff betragen.
In Reinform in Verkehr gebrachte nachhaltige paraffinische Dieselkraftstoffe werden auf die Quote angerechnet und reduzieren daher in gleichem Maße die bereits praktizierte Beimischung. Eine Übererfüllung der Quote ist aufgrund der erwähnten Kosten nicht zu erwarten. Die insgesamt eingesetzten Mengen ergeben sich alleine aus den Vorgaben der THG-Quote.
Enthalten in Fragen und Antworten zu
10. BImSchV
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