Klimaschutzprogramm (KSP 2026) – Maßnahmen
FAQs
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Das Klimaschutzprogramm enthält wichtige Maßnahmen in verschiedenen Sektoren, die insgesamt im Jahr 2030 circa 27 Millionen Tonnen Treibhausgase (THG) einsparen. Das sind unter anderem:
- zusätzliche Ausschreibung von 12 GW Wind an Land,
- ein Fernwärmepaket,
- die Sicherung des Deutschlandtickets,
- eine nach Einkommen gestaffelte E-Auto-Förderung,
- die Anpassung der THG-Quote im Verkehr,
- ein neues Instrument für Investitionen zur Dekarbonisierung der Industrie und
- die Senkung der Strompreise.
Dazu kommen weitere langfristiger wirkende Maßnahmen wie beispielsweise:
- die zukünftige Umrüstung von Erdgaskraftwerken,
- die Wiedervernässung von Mooren,
- der Hochlauf der Kreislaufwirtschaft,
- die CO2-Abscheidung und Speicherung in Industrieprozessen und
- die Elektrifizierung landwirtschaftlicher Maschinen.
Stand:
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Das Programm enthält 67 Maßnahmen, die im Jahr 2030 mehr als 27 Millionen Tonnen Treibhausgase (THG) zusätzlich einsparen und Deutschland moderner und unabhängiger von unsicheren Importen machen.
Darüber hinaus enthält das Programm 23 Maßnahmen im Bereich der Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF), mit denen die Ziele in diesem Bereich perspektivisch ebenfalls erreicht werden können.
Stand:
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Das Klimaschutzprogramm enthält im Sektor Energiewirtschaft mehrere umfangreiche Maßnahmen. Darunter fällt auch die zusätzliche Ausschreibung von 12 Gigawatt Windstrom an Land. Diese können dazu beitragen, im Jahr 2030 Emissionen in Höhe von 6,5 Millionen Tonnen Treibhausgase (THG) zu vermeiden. Durch diese Maßnahme wird die deutsche Volkswirtschaft ab 2030 jährlich rund eine Milliarde Euro für den Import von Erdgas sparen, da der zusätzliche Windstrom aus 2000 zusätzlichen Windrädern umgerechnet die Stromproduktion von etwa 20 Gaskraftwerken ersetzen kann. Der Börsenstrompreis wird zudem um 0,6 Cent pro Kilowattstunde sinken, was eine weitere Entlastung für die Verbraucher darstellt. Zusätzlich sollen zukünftig Erdgaskraftwerke auf beispielsweise Wasserstoff umgerüstet werden.
Stand:
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Die Bundesregierung stellt zusätzliche 2,9 Milliarden Euro für Förderprogramme im Industriesektor bereit, um Investitionen in die Dekarbonisierung der Prozesswärme und Elektrifizierungstechnologien sowie die Förderung der Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Durch die Elektrifizierung von Industrieprozessen und die Förderung von Wärmepumpen kann die deutsche Industrie modernisiert und der Klimaschutz vorangetrieben werden, während gleichzeitig teure Erdgas-Importe vermieden werden. Im Jahr 2030 werden durch die Industriemaßnahmen des Klimaschutzprogramms insgesamt 6,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, umgerechnet über 2,8 Milliarden Kubikmeter Erdgas eingespart werden. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 2,5 Millionen Haushalten.
Stand:
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Eine zentrale Maßnahme ist die Verstetigung der ansteigenden Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) auf 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2030, hierfür werden aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität 400 Millionen Euro bereitgestellt, zusätzlich zu dem bereits erheblichen Aufwuchs, der vergangenes Jahr beschlossen wurde. Sie setzt Anreize für den Neubau von Wärmenetzen mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien und unvermeidbarer Abwärme sowie für den Ausbau und die Dekarbonisierung bestehender Netze. Diese Maßnahme spart 1,1 Milliarden Kubikmeter Erdgas beziehungsweise 2,3 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2030.
Die Heizungsförderung ist schon heute nach Einkommen gestaffelt. Die Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz legen fest, dass die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) weitergeführt wird. Darüber hinaus gibt der Koalitionsvertrag der Bundesregierung den Auftrag, die Förderung insgesamt sozial gerechter auszugestalten.
Auch die bestehenden Förderprogramme für den Neubau werden gemäß des Koalitionsvertrages weiterentwickelt. Das Klimaschutzprogramm enthält unterschiedliche Neubau-Förderkomponenten zur Umsetzung dieser Vereinbarung.
Stand:
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Hervorzuheben ist hier das neue 3 Milliarden Euro umfassende Förderprogramm für Elektroautos mit sozialer Staffelung, das sich an Privatleute richtet, die sich ohne Förderung kein neues Elektroauto leisten könnten. Durch diese Maßnahme soll der Kauf von bis zu 800.000 Autos angereizt werden und damit können allein im Jahr 2030 mehr als 800 Millionen Liter Benzin eingespart werden. Ein ergänzender Schritt ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur, dort wo noch Lücken sind: einerseits für LKW, andererseits für PKW an Mehrfamilienhäusern.
Auch das Deutschlandticket ist Teil des Klimaschutzprogramms. Seine langfristige Fortführung und Finanzierung bis 2030 spart pro Jahr eine Million Tonnen CO2. Das entspricht etwa 435 Millionen Liter Benzin oder fast 10 Millionen Tankfüllungen eines VW Golf.
Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasquote ist eine öffentlich eher unbekanntere, aber sehr wirksame Maßnahme. Durch dieses Gesetz werden Kraftstoffanbieter verpflichtet die CO2-Emissionen zu senken, etwa durch Wasserstoff, Strom für Elektrofahrzeuge oder nachhaltige Biokraftstoffe. So können im Jahr 2030 6,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, was umgerechnet 2,7 Milliarden Liter Benzin oder 54 Millionen Tankfüllungen eines PKW entspricht.
Stand:
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Um den Klimaschutz in der Landwirtschaft voranzutreiben, wird zum Beispiel ein Förderprogramm ausgeweitet, das den Umstieg von Diesel- auf elektrische Antriebe für landwirtschaftlich genutzte Maschinen unterstützt.
Stand:
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Die Bundesregierung stellt 4,7 Milliarden Euro für Maßnahmen im Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) bereit, um Wälder wieder aufzubauen, Böden und Gewässer wieder in einen natürlicheren Zustand zu versetzen oder Grünflächen in Kommunen zu erhalten oder neu anzulegen. Durch die Förderung von Maßnahmen wie dem Schließen von Entwässerungsgräben zur Wiedervernässung von Mooren, der Umwandlung von Nadelholz-Monokulturen in Mischwälder und der Förderung einer bodenschonenden Flächennutzung sollen Treibhausgas-Emission wieder verstärkt natürlich gebunden werden. Es geht auch darum die Artenvielfalt wieder zu erhöhen. Natürlicher Klimaschutz verbindet den Schutz von Klima und Natur.
Stand: