Neues umweltfreundliches Druckverfahren aus Schwabmünchen

29.12.2015

Die Ritter GmbH aus Schwabmünchen (Bayern) plant, eine neue digitale Druckanlage zu errichten, um Kunststoffkartuschen wesentlich energie- und ressourcenschonender zu bedrucken. Das Bundesumweltministerium fördert dieses Vorhaben im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms. Den Zuwendungsbescheid über knapp 500.000 Euro hat das Unternehmen heute persönlich von Florian Pronold, dem parlamentarischen Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, erhalten.

Ziel des Vorhabens ist es, das bisherige energie- und rohstoffintensive Siebdruckverfahren durch ein Digitaldruckverfahren zu ersetzen. Damit lassen sich jährlich bis zu drei Tonnen Farbe einsparen. Außerdem kann die Ausschussquote bei den Kunststoffkartuschen, die zum Beispiel für Farben oder Leim benutzt werden, gesenkt werden: um bis zu 210 Tonnen Kunststoff pro Jahr. Der Anfall an Sondermüll reduziert sich um 15 Tonnen. Auch weitere Abfälle wie Altlacke, Farbreste und Laugen fallen deutlich weniger an. Zudem verringern sich der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoß.

So funktioniert das neue Verfahren: Beim digitalen Druckverfahren wird das Druckbild direkt von einem Computer in die Druckmaschine übertragen, ohne das es einer Druckvorlage bedarf. Um die Kartuschen in ihrer gesamten Höhe bedrucken zu können, werden drei Druckköpfe miteinander kombiniert. Durch eine rotierende Bewegung werden die Kartuschen an den nahezu starr positionierten Druckköpfen vorbei geführt. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt, um die gewünschte Druckbildauflösung von bis zu 700 dpi zu erhalten.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

29.12.2015 | Meldung Förderung | Berlin
https://www.bundesumweltministerium.de/ME351

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