Klimaschutz braucht wirksame Ansätze, die Veränderungen in der Breite anstoßen und dauerhaft verankern. Gerade in ländlichen Räumen, in der beruflichen Bildung und bei der Beteiligung junger Menschen entscheidet sich, wie gut die sozial-ökologische Transformation im Alltag gelingt. Hier setzen zwei neue Themenaufrufe im Rahmen der Bundesförderung für transformative Klimaschutzprojekte der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) an.
Klimaschutz in ländlichen Kommunen stärken
Ländliche Kommunen spielen eine zentrale Rolle, um die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Der Themenaufruf "Klimaschutz in ländlichen Kommunen" unterstützt Projekte, die Klimaschutz im ländlichen Raum stärken und die Akzeptanz für notwendige Veränderungen vor Ort fördern.
Ziel ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Transformation, zur Minderung von Treibhausgasemissionen und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu leisten. Der Aufruf adressiert damit Vorhaben, die Klimaschutz vor Ort verankern und Veränderungsprozesse in ländlichen Räumen tragfähig gestalten.
Berufliche Bildung und Beteiligung junger Menschen einbeziehen
Der zweite Themenaufruf setzt bei zwei Hebeln mit hoher transformativer Wirkung an. Die berufliche Aus- und Weiterbildung ist wichtig, um Fachkräfte für den Klimaschutz zu qualifizieren. Zugleich bringt die Beteiligung junger Menschen neue Perspektiven ein und stärkt die gesellschaftliche Mitgestaltung.
Mit dem Themenaufruf "Klimaschutz im Bereich berufliche Bildung und Beteiligung junger Menschen" werden Projekte gefördert, die in beiden Themenfeldern wirksame Impulse setzen und nachhaltige Veränderungen anstoßen. Damit verbindet der Aufruf Qualifizierung, Teilhabe und Klimaschutz auf praxisnahe Weise.
Was die Förderung auszeichnet
Die Bundesförderung für transformative Klimaschutzprojekte unterstützt strategische und nicht-investive Vorhaben mit bundesweiter Wirkung.
Gefördert werden unter anderem
- Ausgaben für Personal
- Auftragsvergaben für spezifische Dienstleistungen
- Öffentlichkeitsarbeit
- Veranstaltungen oder Dienstreisen
- Investitionen in Gegenstände, die der Erprobung und Verbreitung entwickelter Maßnahmen dienen.
Nicht gefördert werden Baumaßnahmen sowie reine Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Transformative Klimaschutzprojekte sollen Hürden bei der Erschließung erheblicher Treibhausgasminderungs- und Transformationspotenziale benennen und überwinden. Wichtig sind zudem bundesweite Sichtbarkeit, nachvollziehbare Wirkketten, messbare Ziele zur Treibhausgasminderung, die Einbindung relevanter Multiplikatoren sowie eine Strategie zur Verstetigung der Ergebnisse nach Projektende.
Projektskizzen vom 1. Juli bis 15. September 2026 einreichen
Antragsberechtigte Institutionen können ihre Projektskizzen vom 1. Juli 2026 bis 15. September 2026 einreichen. Für die Einreichung ist das elektronische Formularsystem easy-Online zu nutzen. Das Förderverfahren ist zweistufig: Zunächst wird eine Projektskizze eingereicht. Die besten Skizzen werden anschließend zur Antragstellung aufgefordert.