Am 26. und 27. Januar 2026 besucht Bundesumweltminister Carsten Schneider die saudische Hauptstadt Riad. Dort tauscht er sich mit verschiedenen Regierungsvertretern zu umwelt- und klimapolitischen Fragen aus. Im Zentrum der Gespräche stehen die Chancen und Kooperationsmöglichkeiten beider Länder im Bereich der Kreislauf- und Wasserwirtschaft. Dazu eröffnet der deutsche Umweltminister mit seinem saudischen Kollegen die Messe für Umwelttechnologien IFAT Saudi-Arabien, bei der auch zahlreiche Unternehmen aus Deutschland vertreten sind. Außerdem besucht Carsten Schneider das Werk eines deutschen Unternehmens in Saudi-Arabien.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Umwelttechnologien erleben weltweit einen wahren Boom. Besonders die Kreislaufwirtschaft erweist sich als Schlüsselbranche für eine erfolgreiche Zukunft. Saudi-Arabien und Deutschland blicken hier in dieselbe Richtung. Zugleich ist Saudi-Arabien ein Land, das großen Einfluss auf den Erfolg internationaler Klima- und Umweltkonferenzen hat. Daher suche ich bewusst den Austausch zwischen Deutschland und Saudi-Arabien in diesen wichtigen Fragen."
Saudi-Arabien baut derzeit Umwelttechnologien und vor allem die Kreislaufwirtschaft systematisch als zentralen Bestandteil seiner nationalen Nachhaltigkeitsagenda aus. Im Rahmen der Vision 2030 verfolgt das Königreich eine strategische Neuausrichtung hin zu einer kreislauforientierten und ressourceneffizienten Wirtschaftsweise. Abfälle sollen künftig nicht mehr primär deponiert, sondern als wirtschaftlich nutzbare Ressourcen behandelt, recycelt oder energetisch verwertet werden.
Auf der IFAT in Riad präsentieren sich mehr als 450 Aussteller aus über dreißig Ländern. Aus Deutschland stammen mehr als 50 Unternehmen, vor allem aus dem Bereich Kreislaufwirtschaft.
Die deutsche CleanTech-Branche hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer relevanten Größe der Wirtschaft in Deutschland entwickelt. Sie wuchs seit 2010 um durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr und damit deutlich stärker als die Bruttowertschöpfung in der Gesamtwirtschaft. Mehr als 3,4 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in diesem Sektor. Allein der Bereich Kreislaufwirtschaft hat in Deutschland eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 90 Milliarden Euro.