Hin zu mehr Hochmooren: Klimaschützer, Wasserspeicher, Lebensraum
Gefördert über
Fördermaßnahmen im ANKProjektdaten
Projektdauer
11/2023 - 10/2028
Förderjahr
2026
Land
Deutschland
Ort/Region
Niedersachsen, Schleswig-Holstein
Fördersumme
1.850.000 €
Themenbereich
Naturschutz, Natürlicher Klimaschutz, Wasser und Binnengewässer
Kooperationspartner
Bundesamt für Naturschutz
Kontakt
Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven, Universität Greifswald, Universität Rostock
Fördernehmer
Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven, Universität Greifswald, Universität Rostock
Kurzbeschreibung des Projekts
Als Modellvorhaben des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) erprobt OptiMuM ("Optimierung der Hochmoor-Renaturierung und Monitoring in der Praxis") Maßnahmen zur Wiedervernässung und Renaturierung ehemals landwirtschaftlich genutzter Hochmoore. Diese Flächen machen den Großteil der Hochmoorlandschaften aus, während bisherige Renaturierungsprojekte meist naturnahe Reste oder ehemalige Torfabbauflächen in den Fokus stellten. Die Wiederherstellung ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen bringt besondere Herausforderungen mit sich: OptiMuM überträgt daher vorausgehende Forschungserkenntnisse (Projekt OptiMoor) auf den Praxismaßstab und prüft, wie sich Hochmoore schneller und effektiver wiederherstellen lassen.
Moore spielen eine zentrale Rolle für den Natürlichen Klimaschutz: Entwässerte Moorböden setzen große Mengen an Treibhausgasen frei, die bei der Zersetzung der über Jahrtausende angesammelten Torfschicht entstehen. Hochmoore gehören zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen Deutschlands. Durch Wiedervernässung stoßen renaturierte Hochmoore kaum noch Kohlenstoffdioxid aus, speichern mithilfe von Torfmoosen wieder Kohlenstoffvorräte, bieten spezialisierten Pflanzen und Tieren Lebensraum und wirken als natürliche Wasserspeicher, die Landschaften widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen wie Dürren und Starkregen machen.
Die Maßnahmen des Projekts werden an mehreren Standorten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein umgesetzt: Im Ahlenmoor (Landkreis Cuxhaven) wird eine rund 3,5 Hektar große, landwirtschaftlich genutzte Hochmoorfläche wiedervernässt, Oberboden angepasst und großflächig mit Torfmoosen beimpft. Auf weiteren, bereits wiedervernässten Flächen im Ewigen Meer (Landkreise Wittmund/Aurich) und im Königsmoor (Landkreis Rendsburg-Eckernförde) werden verschiedene Torfmoos-Beimpfungen beprobt und mit unbehandelten Kontrollflächen verglichen. Verbundpartnerinnen und -partner sind die Naturschutzstiftung Cuxhaven, die Universitäten Rostock und Greifswald sowie das Greifswald-Moor-Centrum.
Mit dem Aufbau eines überregionalen, standardisierten Monitorings sollen die Ergebnisse auf andere Hochmoorflächen übertragbar werden und die Renaturierung von Hochmooren als wirksames Instrument des Natürlichen Klimaschutzes nachhaltig stärken.