Bundespreis "Blauer Kompass"
Der Bundespreis "Blauer Kompass" ist die höchste staatliche Auszeichnung in Deutschland, die im Rahmen eines Wettbewerbs für Projekte zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels vergeben wird. Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und das Umweltbundesamt loben den Wettbewerb vom 20. Januar bis zum 20. März 2026 gemeinsam aus. Seit diesem Jahr können sich Schulen und Schulprojekte in einer eigenen Kategorie bewerben.
Seit zehn Jahren zeichnet der Wettbewerb regelmäßig innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen für die Vorsorge und die Anpassung an die Folgen der globalen Erwärmung, wie Hitze, Dürre und Starkregen, aus. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro je Preisträgerin oder Preisträger dotiert.
Hitze, Dürre, Überflutungen oder Waldbrände – die Folgen des Klimawandels und damit verbundene extreme Wetterereignisse können große Schäden anrichten. Bei einem weiterhin ungebremsten Klimawandel werden die Risiken für unsere Gesellschaft durch Starkregen, Hitze und Trockenheit im gesamten Bundesgebiet künftig stark ansteigen. Daher ist es wichtig, dass wir Vorsorge treffen und uns effektiv an die Folgen der Erderhitzung anpassen.
Mit dem Bundespreis "Blauer Kompass" zeichnen das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt gemeinsam Projekte aus, die sich dieser Herausforderung stellen. Ob klimaresiliente Produkt- und Fertigungskreisläufe, Maßnahmen zum Hitze- oder Arbeitsschutz besonders bei vulnerablen Personen, innovative Konzepte zum Umgang mit neuen Krankheitserregern und invasiven Arten, der Anbau klimaangepasster Pflanzensorten, renaturierte Moore und Wälder oder naturbasierte Maßnahmen zur Starkregenvorsorge – Projekte und Maßnahmen zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen der Erderhitzung können bis zum 20. März 2026 eingereicht werden.
Wer kann sich bewerben?
Der Bundespreis "Blauer Kompass" wird in den folgenden fünf Kategorien verliehen:
- Kommunen
- private und kommunale Unternehmen
- Forschungs- und Bildungseinrichtungen
- Vereine, Verbände, Stiftungen
- Schulen
Wen kann ich bei Fragen ansprechen?
Wettbewerbsbüro Bundespreis "Blauer Kompass"
co2online gemeinnützige GmbH
Hochkirchstraße 9 | 10829 Berlin
Isabelle Ritter
Tel. 030/36 99 61 – 12
blauerkompass@uba.de
Bewerbungsschluss ist der 20. März 2026
Auf einen Blick
- Start des Wettbewerbs: 20. Januar 2026
- Bewerbungsende: 20. März 2026
- Online-Voting: 16. Juni bis 23. Juni 2026
- Jurysitzung: 2. Juli 2026
- Preisverleihung: 17. September 2026
Die Zuordnung zu einer Kategorie sollte sich nach der Organisation des oder der Bewerbenden richten. Bewerbungen von Konsortien, auch über Kategorien hinweg (beispielsweise eine Kommune gemeinsam mit einem Unternehmen) sind möglich.
Die eingereichten Projekte müssen Maßnahmen enthalten, die einen Beitrag zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland leisten. Die Klimaanpassung muss dabei jedoch nicht das alleinige Ziel des Projektes darstellen. Das eingereichte Projekt darf nicht länger als drei Jahre abgeschlossen sein und sollte sich mindestens in der Anfangsphase der Umsetzung befinden. Reine Forschungsarbeiten sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Auswahlverfahren und Bewertungskriterien
Die eingegangenen Bewerbungen werden entlang der sechs Kriterien guter Praxis der Anpassung des Umweltbundesamtes bewertet:
- Wirksamkeit: Zeigt das Projekt Erfolg beziehungsweise ist es erfolgversprechend hinsichtlich der Vorsorge und des Umgangs mit den Folgen des Klimawandels?
- Finanzielle Tragbarkeit: Weist das Projekt ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis auf?
- Nachhaltigkeit: Trägt das Projekt zu einer dauerhaften umwelt-, sozial- und zukunftsgerechten Entwicklung der Gesellschaft bei?
- Positive Nebeneffekte: Generiert das Projekt weitere positive Effekte neben seinem primären Zweck der Klimaanpassung und -vorsorge bezüglich Umwelt und Gesellschaft?
- Flexibilität: Kann das Projekt an veränderte Rahmenbedingungen angepasst, weiterentwickelt oder gegebenenfalls sogar rückgängig gemacht werden? Ist eine Modifizierung mit verhältnismäßig geringen Kosten möglich?
- Robustheit: Kann das Projekt mit Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Klimaänderung umgehen? Wirkt sich das Projekt auch unter verschiedenen Klimaszenarien positiv aus?
Nach der Bewerbungsphase nominieren das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt insgesamt 25 Projekte für den Preis. Eine Jury mit Expertinnen und Experten des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes, der Kommunalen Spitzenverbänden sowie unter anderem der Wirtschaft und der Forschung wählen aus den nominierten Projekten Anfang Juli 2026 je eine Gewinnerin oder einen Gewinner pro Kategorie.
Online-Voting um den Community-Preis
Zudem wird ein Community-Preis vergeben, für den alle Interessierten ab dem 16. Juni 2026 per Online-Voting auf der Webseite des Umweltbundesamts abstimmen können.
Was gibt es zu gewinnen?
Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro je Preisträgerin oder Preisträger dotiert. Die sechs prämierten Projekte werden am 17. September 2026 im Rahmen der Woche der Klimaanpassung bei einer feierlichen Preisverleihung im Bundesumweltministerium in Berlin ausgezeichnet. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten jeweils eine besondere Trophäe sowie Unterstützung bei der regionalen und bundesweiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem werden Kurzfilme zu allen ausgezeichneten Projekten produziert, welche die Gewinnerinnen und Gewinner im Anschluss für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen können.



