Welche Probleme soll das Übereinkommen von Minamata lösen?
FAQDurch Quecksilber entsteht ein Gesundheitsrisiko, wenn Quecksilberdämpfe eingeatmet werden oder Quecksilber in Kontakt mit der Haut gerät. In der Umwelt breitet sich Quecksilber oft weiträumig über Wasser und Luft aus. Es wird von Tieren und Pflanzen aufgenommen.
Mehr als 20 Prozent der weltweiten Emissionen entstehen als Abfallprodukt bei der Verbrennung von Kohle zur Stromerzeugung. Durch die Entwicklung von alternativen Technologien und den Einsatz von Reinigungsverfahren und einem entsprechenden Technologietransfer zur Unterstützung der Entwicklungs- und Schwellenländer sollen diese Emissionen langfristig verringert werden.
Ein weiteres zentrales Problem ist der kleingewerbliche Goldbergbau. Viele Goldschürfer setzen beim Schürfprozess Quecksilber ein, welches im weiteren Prozess verdampft wird und die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie die Umwelt gefährdet. Durch das Verbot neuer Quecksilberminen sowie die Einführung alternativer umwelt- und gesundheitsschonender Technologien sollen die Goldschürfer dazu gebracht werden, auf Quecksilber zu verzichten. Die Minderung der Emissionen und das Verbot von quecksilberhaltigen Produkten sollen das allgemeine Vergiftungsrisiko minimieren.
Entwicklungsländer erhalten finanzielle und technische Unterstützung, damit sie den Verpflichtungen des Minamata-Übereinkommens nachkommen können. Dazu dient neben der Globalen Umweltfazilität (Global Environment Facility = GEF) auch das Spezifische International Programm (Specific Internationale Programme). Deutschland trägt zu diesen Finanzierungsmechanismen bei und ist im Steuerungsgremium vertreten.
Enthalten in Fragen und Antworten zu
Quecksilber-Konvention
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