Brauchen wir nach den Schadereignissen der letzten Jahre in den Wäldern nun Baumarten, die besonders schnell wachsen? Wenn ja, welche?
FAQBaumarten, die schnell wachsen und deren Samen vorrangig über den Wind weit transportiert werden können, sind die sogenannten "Pionierbaumarten" also Arten, die schnell in der Lage sind, eine Fläche nach einer Störung wieder zu besiedeln. Beispiele sind Birke, Salweide, Eberesche (Vogelbeere) und Pappel. Es geht aber im ANK nicht darum, in deutschen Wäldern vor allem Bäume zu kultivieren, die schnell wachsen, sondern Waldökosysteme zu entwickeln, die aufgrund ihrer Baumartenzusammensetzung und einer möglichst heterogenen Altersstruktur eine hohe Naturnähe aufweisen und damit besser angepasst sind an die Herausforderungen der Klima- und Biodiversitätskrise.
Insbesondere auf den gestörten Waldflächen, die von der Dürre betroffen waren, kann diese Wiederbewaldung allerdings auch ganz natürlich über Pionierbaumarten erfolgen. Eine natürliche Sukzession wäre für die Entwicklung klimastabiler Waldökosysteme durchaus hilfreich.
Enthalten in Fragen und Antworten zu
ANK – Waldökosysteme
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