Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium das Verbundprojekt "BEEKOMM – Beschleunigung des Ausbaus von erneuerbaren Energien in Kommunen". Ziel des Projekts ist es, Städte, Gemeinden und Landkreise dabei zu unterstützen, den Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik zu beschleunigen sowie durch Dialog- und Beteiligungsprozesse die Akzeptanz Erneuerbarer Energien vor Ort zu erhöhen.
Viele Kommunen stehen beim Ausbau erneuerbarer Energien vor komplexen Herausforderungen – etwa durch begrenzte personelle Ressourcen, hohe fachliche Anforderungen oder Konflikte vor Ort. Genau hier setzt BEEKOMM an: Durch frühzeitige Information, geeignete Beteiligungsformate und individuelle Unterstützung sollen Prozesse beschleunigt und die Akzeptanz für Projekte der Energiewende gestärkt werden.
Frühe Beteiligung für eine schnellere Energiewende vor Ort
Im BEEKOMM-Projekt arbeiten daher erstmals mehrere Landesenergieagenturen und vergleichbare Einrichtungen bundesweit eng zusammen, um Kommunen bei der Energiewende fachlich, strategisch und kommunikativ zu begleiten. Beteiligte Partner sind
- die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW),
- die LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH (LEA Hessen),
- die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV),
- die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH (KEAN),
- NRW.Energy4Climate GmbH,
- die saarländische IZES gGmbH,
- die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH sowie
- die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA).
Das Projekt setzt über vier Jahre auf einen bundesweiten Erfahrungsaustausch, einen Schulungs-Baukasten und regionale Ansprechpersonen, die Kommunen direkt vor Ort unterstützen. Ziel ist es, Kommunen zu befähigen, Erneuerbare-Energien-Projekte schnell, professionell und unter aktiver Beteiligung der Bürgerschaft umzusetzen bzw. zu begleiten. Insgesamt sollen im Projekt rund 4.300 Kommunen proaktiv angesprochen werden. Energieagenturen der Länder unterstützen kommunale Projekte
Im Mittelpunkt des Projekts stehen insbesondere der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks der beteiligten Landesenergieagenturen, die Entwicklung und Anwendung eines gemeinsamen Schulungs-Baukastens, die Qualifizierung kommunaler Akteurinnen und Akteure, die Unterstützung bei Dialog- und Beteiligungsprozessen sowie die aufsuchende Begleitung von Kommunen bei Windenergie- und Freiflächen-Photovoltaikprojekten. Das Projekt startete am 1. Mai 2026 und läuft bis Ende April 2030. Mit insgesamt rund 13,4 Millionen Euro fördert das Bundesumweltministerium das Projekt aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative.
Nationale Klimaschutzinitiative
Seit 2008 initiiert und fördert das Bundesumweltministerium mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ob in Städten, Gemeinden und Landkreisen, in Bildungseinrichtungen und Unternehmen: Die vielfältigen Fördermöglichkeiten unterstützen die Menschen vor Ort dabei, ein lebenswertes Jetzt und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.