Was sind die größten Belastungen für Wale und wie wirkt sich Plastikvermüllung auf die Meere und die Meeresbewohner aus?

FAQ

Wesentliche Ursachen für die Gefährdung der Wale sind

  •   die Beifänge in der Fischerei, insbesondere durch die Stellnetzfischerei;
  •   die Schadstoffbelastungen der Meere, die Auswirkungen auf das Immunsystem und die Reproduktionsfähigkeit der Tiere haben, sowie
  • der zunehmende Unterwasserlärm, der im Falle von Sprengungen und Rammungen (Impulsschall) Verletzungen hervorrufen oder gar tödlich wirken kann und Einträge von Dauerschall, insb. aus der Schifffahrt, der Stress auslöst und Auswirkungen zum Beispiel auf den Nahrungserwerb haben kann.

Plastikverschmutzung ist ein enormer Stressfaktor für das Meer, das ohnehin schon unter der Klimakrise und dem Artenaussterben leidet. In den letzten Jahrzehnten wurden Millionen Tonnen Plastik in die Meere eingetragen. Selbst an den entlegensten Orten in der Arktis und der Tiefsee findet man mittlerweile Plastik. Es wird zur Gefahr für Meereslebewesen und Meeresvögel, und auch unsere Gesundheit ist durch Mikroplastik und Additive gefährdet. Zunehmend stört die Verschmutzung den Schiffsverkehr und den Tourismus.

Geisternetze und andere Hinterlassenschaften der Fischerei machen mittlerweile bis zu 50 Prozent des Plastikmülls im Meer aus. Die Folgen für das Leben im Meer sind fatal: Fische, Wale, Vögel und viele andere Lebewesen verfangen sich in den umhertreibenden Netzen und verenden qualvoll darin. Zudem haben sich alte Netze über die Jahrzehnte am Meeresboden gesammelt und verstärken das Problem. Darüber hinaus zerfallen die Netze zu Mikroplastik und gefährden dadurch auch die Gesundheit der Menschen. Meereslebewesen nehmen die mikroskopisch kleinen Partikel über die Nahrung auf. So reichert es sich in der Nahrungskette an.

Enthalten in Fragen und Antworten zu
Meeresumweltschutz in der Nord- und Ostsee

Stand:

https://www.bundesumweltministerium.de/FA2513

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