Wie kann das Ökosystem Oder wiederhergestellt werden?

FAQ

Die Oder ist eine wertvolle Lebensader für Deutschland und Polen – ein in weiten Teilen naturnaher Fluss mit wichtigen ökologischen Funktionen. Auswirkungen von Umweltkatastrophen wie in 2022 könnten den Fluss längerfristig schädigen, vor allem wenn sich das Ökosystem der Oder nicht ausreichend erholen kann. Entscheidend ist daher, negative Einflüsse auf dieses wichtige Ökosystem zu vermeiden und es widerstandsfähig zu machen. Dazu steht das Bundesumweltministerin mit dem polnischen Umwelt- und Klimaschutzministerium in regelmäßigem Kontakt. Bereits bei den 16. deutsch-polnischen Regierungskonsultationen am 2. Juli 2024 wurde eine engere Zusammenarbeit zum Schutz der Oder vereinbart.

Durch das Sonderuntersuchungsprogramm Oder konnte das IGB nachweisen, dass während der Oderkatastrophe viele Fische der tödlichen Vergiftung entkommen konnten, indem sie sich in Nebengewässer oder Röhrichte zurückgezogen hatten, die nicht oder gering von dem Toxin-haltigem Wasser vermischt wurden. Durch die Wiederanbindung von Neben- und Auengewässern oder der Entwicklung natürlicher und vegetationsreicher Uferbereiche können Refugien geschaffen werden, die den Arten das Überleben und später die Wiederausbreitung sichern sowie die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und die Ökosystemleistungen des gesamten Fluss-Auen-Verbundökosystems stärken.

Die Renaturierung der Oder als Lebensraum seltener Arten und als Quelle wichtiger Ökosystemleistungen für die Menschen vor Ort wird daher künftig eine wichtige Aufgabe darstellen.

Enthalten in Fragen und Antworten zu
Fischsterben in der Oder

Stand:

https://www.bundesumweltministerium.de/FA1876

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