Bundesumweltministerium fördert klimaangepasstes Waldmanagement mit bis zu 1,8 Millionen Euro
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, überreicht Förderbescheide an die Kommunen Bonndorf, Dettighofen und Jestetten im Südschwarzwald. Damit erhalten die Kommunen in den nächsten zehn Jahren insgesamt bis zu 1,8 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms "Klimaangepasstes Waldmanagement" um ihre Wälder besser an den Klimawandel anzupassen. Das wurde möglich, nach dem Bundesumweltminister Carsten Schneider das Förderprogramm 2025 aufgestockt hatte. Die Förderungen werden jährlich ausgezahlt.
Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: "Der Südschwarzwald ist besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Vor allem Trockenheit, Hitze und Schädlingsbefall durch den Borkenkäfer machen den Wäldern in der Region zu schaffen. Auch dieses Frühjahr war deutlich zu trocken. Deshalb ist es so wichtig, unsere Wälder klimaresilienter umzubauen, ihnen Widerstandskraft gegen den Klimawandel zu geben. Beispielsweise etablieren wir widerstandsfähige Mischwälder oder stärken die Wasserrückhaltung in den Wäldern. Mit dem Förderprogramm "Klimaangepasstes Waldmanagement" unterstützen wir dabei bereits über 50 Kommunen im Südschwarzwald. Mit Bonndorf, Dettighofen und Jestetten kommen nun drei weitere Gemeinden mit einer Waldfläche von circa 2.400 Hektar hinzu.“
Hintergrund – Förderprogramm "Klimaangepasstes Waldmanagement"
Das Förderprogramm "Klimaangepasstes Waldmanagement" (KWM) wurde 2022 vom Bundeslandwirtschaftsministerium eingeführt. Seit 2024 wird es gemeinsam vom Bundeslandwirtschaftsministerium und dem Bundesumweltministerium verantwortet und über das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) finanziert. Ziel des Förderprogramms ist die Unterstützung kommunaler und privater Waldbesitzer bei einer klimaresilienten und nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Die Förderung ist entweder auf 10 oder 20 Jahre angelegt, dabei müssen elf oder zwölf Kriterien für ein klimaangepasstes Waldmanagement eingehalten werden. Das Förderprogramm KWM stellt somit in Ergänzung zu den bisherigen GAK-Waldmaßnahmen eine weitere wesentliche Säule der forstlichen Förderung dar. Mit der Umsetzung des Förderprogramms ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) beauftragt.
Das Förderprogramm erfreut sich einer hohen Nachfrage. Rund 8.700 private und kommunale Waldbesitzende nehmen daran teil um ihre Wälder klimagerecht umzubauen. Damit werden bereits jetzt über 21 Prozent der Fläche des Privat- und Kommunalwalds Deutschlands über das KWM gefördert. Im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundesumweltministeriums konnten 2025 weitere 13 Millionen Euro in das Förderprogramm aufgenommen werden. Insgesamt wurden über das Förderprogramm "Klimaangepasstes Waldmanagement" im Jahr 2025 rund 146 Millionen Euro ausgezahlt.