Freunde des Cali-Fonds präsentieren gemeinsame Erklärung bei der London Climate Action Week
Mit dem globalen Cali-Fonds, der im Rahmen der UN-Biodiversitätskonferenz (Convention on Biological Diversity, CBD) 2016 in Cali eingerichtet wurde, soll weltweit der Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt auch aus privaten Mitteln mitfinanziert werden. Der Fonds speist sich aus freiwilligen Zahlen von Unternehmen für die Nutzung digitaler Sequenzinformationen aus genertischen Ressourcen. Die Bundesregierung unterstützt die bei der London Cimate Action Week veröffentliche Erklärung der Freunde des Cali-Fonds zur Unterstützung für die privatwirtschaftliche Naturschutzfinanzierung. Mit ihrem gemeinsamen Statement setzen die Freunde des Cali-Fonds ein globales Zeichen ihrer Zusammenarbeit zur Unterstützung dieses Prozesses.
Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth: "Für die Freunde des Cali-Fonds ist die gemeinschaftliche Zusammenarbeit zwischen Staaten und Industrie zum Schutz der Biologischen Vielfalt von besonderer Bedeutung. Bei den Freunden des Cali-Fonds können Staaten und Vertreterinnen und Vertreter aus dem Privatsektor ihre Fragen und Ideen zu Zahlungen für die Nutzung digitaler Informationen aus genetischen Ressourcen diskutieren, gemeinsam Lösungswege für eine effektive, bürokratiearme und freiwillige finanzielle Ausgestaltung des Fonds und Mechanismus entwickeln und so die Bereitschaft zur Unterstützung erhöhen. Der Bundesregierung ist es ein besonderes Anliegen, auch die Interessen und Ansichten der Industrie bei der internationalen Naturschutzfinanzierung mit einzubeziehen."
Die "Freunde des Cali-Fonds" ("Friends of the Cali Fund – FCF") sind eine weltweite informelle Partnerschaft aus Staaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt, deren Ziel die erfolgreiche Umsetzung des multilateralen Finanzierungsinstrumentes ist. Gespeist werden soll der Cali-Fonds vor allem aus Beiträgen großer Unternehmen, die digitale Sequenzinformationen (DSI) nutzen. Die Mittel des globalen Fonds sollen für die Umsetzung der Ziele der Naturschutzkonvention in Entwicklungsländern eigenverantwortlich genutzt werden und unter anderem indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften zugutekommen.
Deutschland unterstützt die FCF gemeinsam mit Armenien, Chile, Großbritannien, Kolumbien, den Niederlanden, Norwegen, Südafrika und der EU-Kommission. In ihrer Erklärung bekennen sich die Unterstützenden zur Stärkung des Cali-Fonds als "zentrales globales Instrument für den gerechten Vorteilsausgleich aus der Nutzung von DSI". Zentral für die Freunde des Cali-Fonds ist die Vermeidung von Doppelzahlungen für die Nutzung von DSI und Rechtssicherheit.