Für gesunde Böden: Bundesumweltministerium fördert bodenschonende Bewirtschaftung in der Landwirtschaft

28.05.2026
Blick auf ein Feld
Damit landwirtschaftlich genutzte Böden ihre Speicherfunktion für Kohlenstoff erhöhen und sich die Biodiversität verbessert, startet das Bundesumweltministerium einen weiteren Aufruf für die Investitionsförderung von Maschinen.

Weitere Förderrunde für Maschinen und Geräte zur Stärkung der natürlichen Bodenfunktionen startet am 1. Juni 2026

Damit landwirtschaftlich genutzte Böden ihre Speicherfunktion für Kohlenstoff erhöhen und sich die Biodiversität verbessert, startet das Bundesumweltministerium am 1. Juni 2026 einen weiteren Förderaufruf für die Richtlinie zur "Investitionsförderung von Maschinen und Geräten zur Stärkung der natürlichen Bodenfunktionen in Agrarlandschaften" im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK). Das Zuschuss-Programm hilft landwirtschaftlichen Betrieben und Naturschutzvereinigungen seit 2024 bei der Anschaffung bodenschonender Landtechnik.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Gesunde Böden helfen dabei, Kohlenstoff zu binden und Wasser zu speichern. In einer Handvoll gesunder Boden stecken mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde. Deshalb wollen wir mit dem neuen Förderaufruf diejenigen unterstützen, die ihre Böden schonend bewirtschaften, sowohl nasse Moorböden, wie auch Mineralböden. Gesunde Böden und eine vielfältige Agrarlandschaft sichern die Zukunft für die Landwirtschaft und sind gleichzeitig gut für das Klima. Auch deshalb ist die Maßnahme Teil des Klimaschutzprogramms 2026 der Bundesregierung."

Der neue Förderaufruf richtet sich wieder an Landwirtinnen und Landwirte, landwirtschaftliche Lohn- und Dienstleistungsunternehmen, gewerbliche Maschinenringe und insbesondere auch an anerkannte Naturschutzvereinigungen. Diese können ab dem 1. Juni 2026 ihr Interesse über das Förderportal der Landwirtschaftlichen Rentenbank bekunden. Nicht nur nasse Moore, sondern auch nachhaltig und bodenschonend bewirtschaftete Mineralböden speichern Kohlenstoff. Aus diesem Grund unterstützt das Bundesumweltministerium auch die Anschaffung von beispielsweise verschiedenen Mulchgeräten im Ackerbau und bei Sonderkulturen sowie Messerbalkenmähwerke für die insektenschonende und biodiversitätsfördernde Grünlandernte. Bei der Förderung bodenschonender Maschinen und Geräte für den Ackerbau gelten ab sofort zusätzliche Kriterien für eine höhere Fruchtartenvielfalt.

Neu ist, dass bei der Förderung von Landtechnik für den Ackerbau der Blick stärker auf eine höhere Vielfalt der angebauten Fruchtarten gerichtet wird. Wer einen Beitrag für mehr Vielfalt auf dem Acker leistet, beispielsweise durch den verstärkten Anbau von heimischen Eiweißpflanzen, kann mit bis zu 30 Prozent bei der Investition für einen elektrisch betriebenen Feldroboter oder eine Mulchsaatmaschine unterstützt werden. Carsten Schneider betonte: "Mehr Vielfalt auf dem Acker leistet einen wichtigen Beitrag zum Humusaufbau und stärkt die Fruchtbarkeit unserer Ackerböden. Wir richten die Förderung deshalb auch hier noch stärker darauf aus, dass Böden nachhaltig bewirtschaftet werden. Das ist ein Plus für den Klimaschutz in der Landwirtschaft insgesamt. Mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank haben wir für die Umsetzung der Fördermaßnahme eine erfahrene und verlässliche Partnerin.“

28.05.2026 | Pressemitteilung Nr. 062/26 | Natürlicher Klimaschutz

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