Investitionen und Kooperationen für weltweiten Klimaschutz

Arbeitsbereich im Konferenzgebäude der Weltklimakonferenz in Glasgow

Internationale Klimafinanzierung und nachhaltige Investitionen

Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Weltwirtschaft erfordert erhebliche Investitionen in klimafreundliche Technologien, nachhaltige Infrastruktur und resiliente Gesellschaften. Öffentliche finanzielle Mittel alleine reichen dafür nicht aus. Deshalb setzt sich die Bundesregierung dafür ein, private und öffentliche Finanzflüsse weltweit stärker auf nachhaltige Investitionen auszurichten.

Deutschland zählt zu den wichtigen Beitragszahlern zur internationalen Klimafinanzierung und unterstützt dadurch Entwicklungs- und Schwellenländer bei Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dabei geht es unter anderem um den Ausbau erneuerbarer Energien, nachhaltige Mobilität, Energieeffizienz, den Schutz natürlicher Kohlenstoffsenken sowie klimaresiliente Städte und Infrastrukturen. Neben bilateraler Klimafinanzierung findet die Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern auf der multilateralen Ebene statt. Hier setzt sich die Bundesregierung für mehr Klimafinanzierung in multilateralen Entwicklungsbanken ein und sitzt in den Gremien der multilateralen Klimafonds, wie dem Grünen Klimafonds, dem Anpassungsfonds, dem Fonds für Verluste und Schäden und der Globalen Umweltfazilität.

Klimazusammenarbeit und Klimakooperationen für Transformation und Innovation

Internationale Partnerschaften sind ein zentraler Baustein wirksamer Klimapolitik der Bundesregierung: Deutschland arbeitet mit strategischen Partnern weltweit bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, der Transformation hin zur Klimaneutralität, der Energiewende und der Anpassung an die bereits sehr spürbaren Auswirkungen des Klimawandels zusammen.

Im Rahmen plurilateraler Klimapartnerschaften spielen insbesondere die "Just Energy Transition Partnerships (JETPs)" eine wichtige Rolle: Hier hat sich Deutschland mit anderen G7-Partnern und weiteren Industrieländern zusammengetan, um Südafrika, Indonesien, Vietnam und Senegal koordiniert und somit möglichst schlagkräftig bei ihren nationalen Bestrebungen hinsichtlich einer sozial gerechten Energiewende, dem Ausbau erneuerbarer Energien und beim schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung zu unterstützen. Ziel unserer bilateralen Klimazusammenarbeit ist es, den globalen Klimaschutz zu stärken, die Resilienz gegenüber Klimawandelfolgen zu erhöhen, tragfähige internationale Allianzen zu schaffen und damit auch den Multilateralismus zu stärken.

Darüber hinaus fördert das Bundesumweltministerium die Transformation hin zu klimaneutralen Industrie- und Energiesystemen, beschleunigt Investitionen in grüne Technologien und entwickelt gemeinsame Standards für nachhaltige Märkte. Zentrales Element ist hierbei auch die Verbesserung gesetzlicher Rahmenbedingungen in unseren Partnerländern, die letztlich auch der international agierenden deutschen und europäischen Wirtschaft zugutekommen. Dies erfolgt insbesondere über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI), dem zentralen Förderinstrument für Klima- und Biodiversitätsschutz des Bundesumweltministeriums, sowie in Abstimmung mit internationalen Gebern zusammen. So stärkt Deutschland den globalen Austausch und trägt zu einer fairen, sozial ausgewogenen und wettbewerbsfähigen Transformation bei.

Zudem unterstützt das Bundesumweltministerium im Rahmen der NDC-Partnerschaft Partnerländer bei der Entwicklung, Umsetzung und Fortschreibung ihrer nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) unter dem Pariser Klimaabkommen.

Stand: 20.07.2026

Wege zum Dialog

Gute Politik für Umweltschutz gelingt, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Schreiben Sie uns oder beteiligen Sie sich an unseren Dialogangeboten oder folgen Sie uns in den Sozialen Medien.