Wie kann ein erneutes Fischsterben verhindert werden?
FAQDie Brackwasseralge, die die Umweltkatastrophe 2022 verursacht hat, hat sich in der Oder und einigen Nebengewässern verteilt. Sie kann für sie ungünstige Bedingungen überdauern und vermehrt sich wieder, wenn Salzgehalt, erhöhte Temperaturen, geringe Fließgeschwindigkeit, niedrige Wasserstände sowie ausreichend Nährstoffe im Gewässer zusammenkommen. Die polnische Seite hat einen dauerhaften Krisenstab eingerichtet, in dem verschiedene Ministerien und Behörden zusammenarbeiten. BMUKN und die betroffenen Bundesländer sowie andere Bundesbehörden tauschen sich eng aus, um sich bestmöglich vorzubereiten. Innerhalb des BMUKN kommen betroffene Arbeitseinheiten in einem Fachstab zusammen, sobald sich die Situation an der Oder verschärft.
Auch mit der polnischen Seite besteht auf politischer und auf Arbeitsebene ein guter, konstruktiver Austausch. Die polnischen Behörden überwachen die Oder intensiv. Es wird kontinuierlich und transparent über die gemessenen Zellzahlen und andere Parameter informiert. Die Ergebnisse (Rohdaten) der polnischen und der deutschen automatischen Messstationen sind online abrufbar.
- Aktuelle Daten aus den Messstationen des Landes Brandenburg (externer Link)
- Pilotażowy Monitoring Rzeki Odry w trybie ciągłym (externer Link, polnisch)
Polen setzt bei starker Vermehrung ausnahmsweise Wasserstoffperoxid ein, um das Wachstum zu stoppen. Das ist im Sommer 2025 in der Kłodnica, einem polnischen Nebenfluss der Oder mit Erfolg geschehen. Dadurch konnte eine Verbreitung der Alge in die Oder verhindert werden. Von deutscher Seite wird die Verwendung dieses Stoffes kritisch gesehen, weil seine Auswirkungen auf das Wasserökosystem noch besser untersucht werden sollten. Anderseits zeichnet sich derzeit kein anderes Mittel gegen das Algenwachstum ab. Polen will noch andere Stoffe testen.
Enthalten in Fragen und Antworten zu
Fischsterben in der Oder
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