Wie tragen die Maßnahmen des Förderprogramms Palu zum Klimaschutz bei?

FAQ
  • Die andauernde Entwässerung von Moorböden steht im Konflikt mit den Zielen des Klimaschutzes. Denn durch den Kontakt der Torfschichten mit der Luft setzt der Zerfall der Torfschichten ein. Der Kohlenstoff, der zuvor in dem nassen Torfkörper gebunden war, entweicht als Kohlendioxid. Deswegen sind entwässerte Moore Treibhausgasquellen. Eine Wiedervernässung verhindert den weiteren Zerfall und Schwund des Torfkörpers weitgehend und erhält Moorböden als natürliche Kohlenstoffsenken. 
  • Das Förderprogramm Palu soll einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der klimapolitischen Ziele nach Paragraf 3a des Bundes-Klimaschutzgesetzes (LULUCF-Ziele) leisten. Diese Ziele sind nur erreichbar, wenn im LULUCF-Sektor konsequent alle Kohlenstoffsenken erhalten, ausgebaut und zugleich die Treibhausgasquellen minimiert werden. Neben der Stärkung des Waldes erfordert dies insbesondere eine Reduzierung der THG-Emissionen aus entwässerten Moorböden, der größten Quelle von Treibhausgasen im LULUCF-Sektor.
  • Bezogen auf das Jahr 2030 wird mit dem Förderprogramm Palu eine jährliche Einsparung in Höhe von 2,25 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente angestrebt (Wiedervernässung von ungefähr 90.000 Hektar (ha), wobei die geförderten Maßnahmen ihre volle Wirkung erst nach einer gewissen Zeit erzielen. Mit den bis 2030 bewilligten Vorhaben sollen die Voraussetzungen für eine mögliche Wiedervernässung auf bis zu 250.000 ha geschaffen werden.

Stand:

https://www.bundesumweltministerium.de/FA2523

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