Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk betont Carsten Schneider, dass die COP30 bereits wichtige Fortschritte erzielt hat: Brasilien schützt große Regenwaldflächen, indigene Stimmen gewinnen an Sichtbarkeit, und die internationale Zusammenarbeit zeigt Wirkung. Gleichzeitig warnt er, dass die aktuellen Klimaziele großer Emittenten nicht ausreichen, um den 1,5-Grad-Pfad einzuhalten.
Mit einer Milliarde Euro für den Schutz tropischer Regenwälder zeigt Deutschland, wie effektive internationale Zusammenarbeit im Klimaschutz aussieht. Umweltpolitik endet nicht an nationalen Grenzen – die Erde ist ein gemeinsames Gut, und wir müssen uns global abstimmen. Besonders diejenigen, die wirtschaftlich am schwächsten sind, leiden am stärksten unter den Folgen des Klimawandels, sowohl Länder als auch Einzelpersonen. Klimapolitik ist daher immer auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit – national wie international.