Hitzeaktionstag: Neuer WHO-Leitfaden vorgestellt

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Im Rahmen einer Ausstellung mit Hitze-Modellen und Wärmebildkameras demonstrierte Bundesumweltminister Schneider die Temperaturmessung an einem der Modelle.
Pressekonferenz zum Hitzeaktionstag
Pressekonferenz zum Hitzeaktionstag
Carsten Schneider gibt ein Interview im Rahmen der Pressekonferenz zum Hitzeaktionstag
Pressekonferenz zum Hitzeaktionstag
  • Am bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO/Europa) in Berlin ihren neuen Leitfaden für Hitzeaktionspläne zum Schutz der Gesundheit vorgestellt.

    Mit einer Wärmebildkamera demonstrierte Bundesumweltminister Schneider die Temperaturmessung an einem der Hitze-Modelle.

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  • Bundesumweltminister Carsten Schneider, WHO-Regionaldirektor Dr. Hans Henri P. Kluge und Berlins Gesundheitssenatorin Dr. Ina Czyborra präsentieren am Hitzeaktionstag neue Strategien zum Schutz vor extremer Hitze. Der Leitfaden gilt weltweit als wissenschaftliche Orientierung für staatliche Akteure, um Hitzeschutzaktivitäten wirksam auszurichten.

    Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Der Klimawandel ist überall auf der Welt zu spüren, auch hier bei uns in Deutschland und Europa. Neben Wetterextremen wie Dürren oder Starkregen ist es vor allem die Hitze, die vielen Menschen zu schaffen macht. Der Schutz vor Hitze ist auch eine soziale Frage. Denn wer keinen Garten oder Pool hat und in aufgeheizten Wohnungen in zubetonierten Stadtvierteln lebt, kann sich kaum gegen Hitze schützen. Was hilft, sind weniger CO2-Emissionen und mehr Vorsorge in Stadt und Land: Stadtbäume, Parks, intakte Flüsse, Wälder und Moore kühlen die Luft spürbar ab und speichern zudem Wasser. 

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  • Dr. Ina Czyborra, Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, neben Dr. Hans Henri P. Kluge, WHO-Regionaldirektor der Europäischen Region, und Bundesumweltminister Carsten Schneider bei der Pressekonferenz zum Hitzeaktionstag im BMUKN Berlin. Senatorin Czyborra betonte: "Große und dicht bebaute Metropolen sind von den Gefahren der Sommerhitze besonders betroffen, daher ist Berlin seit Jahren im Hitzeschutz für die Stadtbevölkerung aktiv und nimmt seine Aufgaben in der Daseinsvorsorge sehr ernst."

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  • Europa gilt als Weltregion, die stärker als viele andere Regionen von der Klimaerwärmung betroffen ist und folglich schon heute mit häufigen Hitzewellen zu kämpfen hat. Die meisten vorzeitigen Todesfälle aufgrund von extremer Hitze gab es in Italien, gefolgt von Spanien, Deutschland und Griechenland, wobei in Griechenland die hitzeassoziierten Todesfälle bezogen auf eine Million Einwohner am höchsten lagen. In Deutschland gab es laut Robert Koch Institut im letzten Jahr insgesamt 2.500 Hitze-Tote. Vor allem ältere Menschen und jene mit Vorerkrankungen waren betroffen.

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  • Am Rednerpult des Hitzeaktionstags in Berlin: Bundesumweltminister Carsten Schneider und WHO-Regionaldirektor für Europa Dr. Hans Henri P. Kluge nach der Vorstellung des neuen WHO-Leitfadens zum Schutz der Gesundheit vor Hitzebelastung.

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