Jugendengagement für Nachhaltigkeit: Kooperation als Schlüssel
Am 21. Februar 2026 fand das Engagementforum 2026 unter dem Titel "Ungehört? Ungesehen? Unengagiert? – Gemeinsam Jugendengagement für Nachhaltigkeit stärken" statt. Rund 100 Teilnehmende aus unterschiedlichen Engagementbereichen – darunter viele junge Menschen – kamen zusammen, um zum Abschluss des REFOPLAN-Vorhabens "Jugendengagement für Nachhaltigkeit stärken" (JuNast) Bilanz zu ziehen und um sich zu den Praxisempfehlungen auszutauschen.
Nach einem Videogrußwort von Bundesumweltminister Carsten Schneider und einer politischen Einordnung durch Unterabteilungsleiter Matthias Sauer wurden die zentralen Ergebnisse des Projekts vorgestellt. Im Mittelpunkt stand das im Vorhaben entwickelte Praxishandbuch zur Ansprache und Beteiligung junger Menschen, die bislang wenig oder keinen Bezug zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen haben. Es wurde deutlich, dass viele junge Menschen engagiert sind. Mit unseren klassischen Formaten erreichen wir sie jedoch nicht immer. Es braucht neue Angebote und Zugänge zum Beispiel über alltagsnahe Themen oder über Kooperationen mit Akteuren aus anderen Engagementfeldern.
Am Nachmittag diskutierten die Teilnehmenden in Workshops über konkrete Anknüpfungs- und Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit, Religion, Sport und Katastrophenschutz. Dabei standen praxisnahe und umsetzbare Ideen im Fokus.
Den Abschluss bildete eine lebendige Fishbowl-Diskussion mit UBA-Präsident Prof. Dr. Messner, Florian Brod (Jugenddelegierter für Nachhaltige Entwicklung und Mitglied im JuNast-Beirat), Catja Teicher (Bergwaldprojekt e. V.) und Dr. Frederik Metje (Talking Hope e. V.). Auch aus dem Publikum beteiligten sich insbesondere junge Teilnehmende aktiv an der Diskussion und forderten mehr wirksame Jugendbeteiligungsformate auf Bundesebene. Das Fazit des Tages: Jugendengagement für Nachhaltigkeit braucht Räume, wirksame Beteiligung, verlässliche Kooperationen und Mut, neue Wege auszuprobieren.