Neues Projekt: Einheitliche Standards für das kommunale Klimaschutz-Monitoring

22.05.2026
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Damit Kommunen ihre Klimaschutzaktivitäten einheitlich bewerten, vergleichen und gezielt weiterentwickeln können, werden bundeseinheitliche Standards entwickelt und an den Zielen der nationalen Klimaschutzstrategie ausgerichtet.

Kommunen leisten als "Umsetzungsebene" einen zentralen Beitrag für die Erreichung der nationalen Klimaschutzziele. Um Fortschritte belastbar zu erfassen und Maßnahmen wirksam zu planen und zu steuern, brauchen Kommunen praxistaugliche Instrumente für ein verlässliches Monitoring. Genau hier setzt das neue über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) beauftragte Projekt "Standards für das kommunale Klimaschutz-Monitoring" an.

Aufbauend auf dem bestehenden Bilanzierungsstandard BISKO (Bilanzierungssystematik Kommunal), der Kommunen eine einheitliche und damit vergleichbare THG-Bilanzierung ermöglicht, entwickelt das Vorhaben bundeseinheitliche Qualitäts- und Verfahrensstandards für ein umfassendes kommunales Klimaschutz-Monitoring. Ziel ist, die Messbarkeit, Vergleichbarkeit, Transparenz, Planbarkeit und methodische Konsistenz kommunaler Klimaschutzaktivitäten zu verbessern und sie zugleich an den Zielen der nationalen Klimaschutzstrategie auszurichten.

Im Projekt werden methodische Grundannahmen von BISKO überprüft und weiterentwickelt. Dazu gehören die Berücksichtigung nicht-energetischer Emissionen und des LULUCF- (Land Use, Land Use-Change and Forestry-) Sektors ebenso wie präzisere Vorgaben zu Datengrundlagen, Berechnungslogiken und Datengüte. Ergänzt wird dies mit Standards für eine kommunale Einflussbilanz und Klimaschutzindikatoren. Zudem werden Standards für das Maßnahmen-Monitoring, Ermittlung von Potenzialen und Szenarien sowie für die treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung entwickelt. Um die Praxistauglichkeit des Monitorings zu gewährleisten ist ein enger Austausch mit Stakeholdern, insbesondere Kommunen, vorgesehen.

Im Projekt sollen praxisnahe Informationsmaterialien wie Leitfäden, Checklisten und FAQs entstehen, die Kommunen und Dienstleister bei der Anwendung der Standards unterstützen.

Durchgeführt wird das Vorhaben im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und fachlich begleitet durch das Umweltbundesamt. Das Konsortium besteht aus ifeu, Öko-Institut und Klima-Bündnis, womit Wissenschaftlichkeit und Praxisnähe gewährleitet ist.

22.05.2026 | Meldung Klimaschutz
https://www.bundesumweltministerium.de/ME11764

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