Rita Schwarzelühr-Sutter überreicht Förderurkunde an LebensWerkstatt e. V. in Öhringen

17.02.2026
Junge erwachsene Frau mit Handprothese näht mit einer Nähmaschine karierten Stoff, wobei sie sich auf das Upcycling von Kleidung konzentriert, ein Maßband um den Hals trägt und in Innenräumen arbeitet.
Rita Schwarzelühr-Sutter hat eine Förderurkunde an die LebensWerkstatt für Menschen mit Behinderung in Öhringen überreicht. Menschen in sozialen Einrichtungen sind in besonderer Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen.

Heute hat Rita Schwarzelühr-Sutter, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, eine Förderurkunde an die LebensWerkstatt für Menschen mit Behinderung e. V. in Öhringen überreicht. Menschen in sozialen Einrichtungen sind in besonderer Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen. Vor allem die immer längeren Hitzeperioden machen den Menschen in der LebensWerkstatt jeden Sommer zu schaffen. Der Standort Öhringen befindet sich in einem Klimahotspot. Daher will sich die LebensWerkstatt systematisch über ein eigenes Klimaanpassungskonzept besser schützen. Das BMUKN unterstützt das Modellvorhaben mit rund 58.000 Euro.

Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: "Wir alle spüren den Klimawandel immer mehr. Extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Starkregen nehmen zu. Daher müssen wir rechtzeitig vorsorgen, um Mensch und Natur zu schützen und gerade soziale Einrichtungen klimafest machen. Denn dort schützen wir vulnerable Personengruppen, wie Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit Behinderung. Ziel unserer Förderung ist die systematische Vorsorge: Die LebensWerkstatt analysiert, wie sie durch Klimarisiken betroffen ist und erstellt einen Plan, welche konkreten Maßnahmen Abhilfe leisten können, wie etwa schattenspendende Bepflanzungen im Außenbereich. Sie binden Ihre Klientinnen und Klienten ein. Das stellt sicher, dass die Bedürfnisse der Menschen in der LebensWerkstatt berücksichtigt werden."

Fabian Treffert, LebensWerkstatt für Menschen mit Behinderung e. V.: "Die LebensWerkstatt sieht sich zunehmend mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert, die unsere Klientinnen und Klienten besonders schwer treffen. Mit einem umfassenden Sanierungs- und Anpassungskonzept wollen wir die Lebensqualität unserer Klientinnen und Klienten nachhaltig sichern und unsere Standorte an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen. Die finanzielle Unterstützung durch den Bund ermöglicht uns, diese dringend notwendige Maßnahme nun in Angriff zu nehmen."

Sommerhitze, Starkregen und Winde belasten insbesondere das Wohlbefinden und die Gesundheit der Klientinnen und Klienten. Das bestehende Gebäude der LebensWerkstatt für Menschen mit Behinderung e. V. mit Blechfassade und Blechdach bietet keinen ausreichenden Schutz vor extremen Wetterereignissen. Ziel des Vorhabens ist es, langfristig die Hitzebelastung in der Einrichtung spürbar zu reduzieren, Gebäudeschäden sowie Betriebsstörungen infolge von Extremwetterereignissen zu minimieren und die allgemeinen Aufenthaltsbedingungen für Klientinnen und Klienten nachhaltig zu verbessern. Begleitende, gezielte Öffentlichkeitsarbeit erhöht die Sichtbarkeit des Projekts und fördert dessen Nachahmung. Da es zahlreiche Gebäude dieser Art gibt, entfaltet ein systematisch entwickeltes Anpassungskonzept an den Klimawandel eine hohe Breitenwirkung und kann als Best Practice für viele vergleichbare Werkstätten und Einrichtungen dienen.

Hintergrundinformationen

Die BMUKN-Förderrichtlinie "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" (AnpaSo) richtet sich bundesweit an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen im Gesundheits- Pflege- und Sozialsektor. Das Bundesumweltministerium fördert mit der Richtlinie ganzheitliche Klimaanpassungskonzepte, die Umsetzung von konzeptbasierten und vorbildhaften investiven Maßnahmen sowie die Einstellung von Klimaanpassungsbeauftragten in Sozial- und Wohlfahrtsverbänden. Als übergreifender Ansatz wird dabei ein Schwerpunkt auf naturbasierte Lösungen gelegt.

Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) betreut die Förderrichtlinie AnpaSo seit 2020 als Projektträgerin.

17.02.2026 | Pressemitteilung Nr. 014/26 | Klimaanpassung
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11647
  • Fotogalerie Videogalerie

    Mediathek

    Das Ministerium in Bildern

  • Fotogalerie Videogalerie Interviews

    Online-Tagebuch

    Aus der täglichen Arbeit des Ministeriums

  • Newsletter

    Newsletter

    Meldungen per E-Mail empfangen

Wege zum Dialog

Gute Politik für Umweltschutz gelingt, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Schreiben Sie uns oder beteiligen Sie sich an unseren Dialogangeboten.