Warum überhaupt Elektromobilität?

Mehrere elektrische Autos werden in der Nähe des Hauptbahnhofs in Leipzig aufgeladen.

Weltweit gibt es heute mehr als 1,6 Milliarden Kraftfahrzeuge, davon sind 1,3 Milliarden Pkw. Diese Zahl wird voraussichtlich bis 2035 auf rund zwei Milliarden steigen. Das ist nicht nur für Deutschland, sondern für nahezu alle Industrie- und Schwellenländer mit großen Herausforderungen verbunden: Die verkehrsbedingten Emissionen von CO2, Luftschadstoffen und Lärm bereiten Kopfzerbrechen und die Abhängigkeit von Erdölimporten nimmt weiter zu.

Wirksame Klima- und Umweltschutzziele lassen sich nur erreichen, wenn auch der Straßenverkehr einen wesentlichen Beitrag leistet. Denn hier entsteht der Großteil der transportbedingten Kohlendioxid- (CO2-), Luftschadstoff- und Lärmbelastung. So ist der Straßenverkehr in Deutschland für 97 Prozent der Emissionen des inländischen Verkehrs verantwortlich. Weil jedoch viele weiterhin auf das Auto angewiesen sind, reicht es nicht aus, allein auf Verkehrsvermeidung, kurze Wege und das Fahrrad zu setzen. Der Straßenverkehr selbst muss umweltfreundlicher werden, mit weniger negativen Auswirkungen auf Klima und Gesundheit und für mehr Lebensqualität in der Stadt von morgen. Eine zentrale Rolle dafür spielen Elektrofahrzeuge, die emissionsfrei und leiser als Verbrenner fahren und in der Gesamtbilanz bereits heute deutlich klima- und umweltfreundlicher als Verbrenner sind. Mit Nutzung von 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen ist in wenigen Jahren ein nahezu klimaneutraler Betrieb möglich. Neben rein elektrischen Fahrzeugen spielen kurzfristig auch noch aufladbare Fahrzeuge mit einem Verbrennungs- und Elektromotor (Plug-In-Hybride – PHEV) eine Rolle. Ihre Bedeutung nimmt aufgrund der Fortschritte bei Batterien und der steigenden Reichweite von batterieelektrischen Fahrzeugen sowie der besseren Ladeinfrastruktur aber absehbar eine begrenzte Rolle.

Stand: 19.01.2026

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