2026 UN-Wasserkonferenz: Schlüsselmoment für die globale Wasserpolitik

Collage aus Bildern mit Wasserbezug, z. B. ein Boot im Wasser, ein Daam und Dürre

Wasser verbindet Menschen, Gesellschaften und Staaten über Grenzen hinweg. Es ist Grundlage für Gesundheit, Ernährung, Energieversorgung, wirtschaftliche Entwicklung und intakte Ökosysteme. Gleichzeitig nehmen die Herausforderungen rund um Wasser weltweit zu – durch den Klimawandel, steigenden Wasserbedarf sowie häufigere Dürren und Überschwemmungen.

Diese Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Internationale Zusammenarbeit ist entscheidend, um Wasserressourcen nachhaltig zu schützen, Nutzungskonflikte zu vermeiden und resiliente Gesellschaften zu stärken.

Vor diesem Hintergrund kommt der 2026 UN-Wasserkonferenz besondere Bedeutung zu. Sie bringt Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, internationalen Organisationen sowie dem Privat- und Finanzsektor zusammen, um die Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels SDG 6 "Sauberes Wasser und Sanitärversorgung für alle" voranzutreiben und längerfristig die internationale Zusammenarbeit im Wasserbereich zu stärken. Die Konferenz knüpft dabei an die UN-Wasserkonferenz 2023 an, bei der Wasser erstmals seit 1977 wieder als eigenständiges Thema auf Ebene der Vereinten Nationen behandelt wurde.

Deutschland gestaltet die Konferenz gemeinsam mit internationalen Partnern aktiv mit und setzt sich dafür ein, Wasser stärker in multilaterale Prozesse einzubringen und die globale Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Zentrale Themen der Konferenz

Die 2026 UN-Wasserkonferenz wird im Dezember 2026 von Senegal und den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgerichtet. Sie ist entlang von sechs thematischen Interaktiven Dialogen (Interactive Dialogues, kurz ID) aufgebaut, die von je zwei UN-Mitgliedstaaten ("Co-Chairs") geleitet werden. Die Dialoge bilden die inhaltliche Grundlage der Konferenz:

  • ID A: Wasser für Menschen ("Water for People")
  • ID B: Wasser für Wohlstand ("Water for Prosperity")
  • ID C: Wasser für den Planeten ("Water for Planet")
  • ID D: Wasser für Zusammenarbeit ("Water for Cooperation")
  • ID E: Wasser in multilateralen Prozessen ("Water in Multilateral Processes")
  • ID F: Investitionen für Wasser ("Investments for Water")

In den interaktiven Dialogen diskutieren UN-Mitgliedstaaten gemeinsam mit diversen Stakeholdern zentrale Herausforderungen der internationalen Wasserpolitik. Die in den Dialogen entwickelten Empfehlungen fließen in das Abschlussdokument ("Summary of Proceedings") der Gastgeber zur 2026 UN-Wasserkonferenz ein und geben damit eine Handlungsrichtung für die kommenden Jahre vor.

Deutschland hat gemeinsam mit Mexiko den Ko-Vorsitz des Dialogs "Water in Multilateral Processes" übernommen.

Alicia Bárcena Ibarra und Carsten Schneider. Weitere Informationen siehe Bildunterschrift

Mexikanische Ministerin für Umwelt und natürliche Ressourcen Alicia Bárcena Ibarra und Bundesumweltminister Carsten Schneider als Co-Chairs von ID E.

Der Interaktive Dialog E "Water in Multilateral Processes" greift eine zentrale Herausforderung der internationalen Wasserpolitik auf: Wasser gilt als eine der gefährdetsten Zukunftsressourcen und ist dabei elementar für nachhaltige Fortschritte in zahlreichen globalen Politikbereichen. Gleichzeitig ist das Thema auf internationaler Ebene stark fragmentiert und es fehlt an effektivem politischem Dialog und Steuerung. Ziel ist es deshalb, einen regelmäßigen zwischenstaatlichen Austausch in den Vereinten Nationen zu etablieren und Wasser stärker als verbindendes Thema internationaler Zusammenarbeit zu verankern.

Im Mittelpunkt stehen für die Ko-Vorsitzenden Mexiko und Deutschland die Fragen, wie ein zukünftiger zwischenstaatlicher Prozess zu Wasser unter den Vereinten Nationen aussehen und Wasser stärker in andere internationale Prozesse – etwa zu Klima oder Biodiversität – eingebunden werden kann. Hierfür arbeiten Deutschland und Mexiko im Rahmen des Dialogs gemeinsam mit UN-Mitgliedsstaaten, internationalen Organisationen und relevanten Stakeholdern an konkreten Empfehlungen.

Beteiligungsmöglichkeiten auf dem Weg zur 2026 UN-Wasserkonferenz

Die Vorbereitung der 2026 UN-Wasserkonferenz erfolgt in einem transparenten und partizipativen internationalen Prozess. Bereits im Vorfeld der Konferenz kommen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, internationale Organisationen sowie zahlreiche gesellschaftliche Gruppen bei unterschiedlichen Konferenzen zusammen, um gemeinsame Schwerpunkte für den weiteren Wasserprozess zu entwickeln. Den Auftakt bildete die Vorbereitungskonferenz in Dakar, Senegal am 26. und 27. Januar. Höhepunkt des Prozesses ist die UN-Wasserkonferenz vom 8. bis 10. Dezember 2026 in Abu Dhabi.

Für den interaktiven Dialog E "Wasser in multilateralen Prozessen" gestalten Deutschland und Mexiko einen offenen Vorbereitungsprozess, der neben UN-Mitgliedstaaten ausdrücklich auch die Perspektiven von Stakeholdern einbezieht. Im Rahmen dieses Dialogs werden verschiedene Austausch- und Konsultationsformate mit relevanten Akteuren umgesetzt. Dazu gehören Gespräche bei der Auftaktkonferenz in Dakar, am Rande des Hochrangigen Politischen Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) sowie der Weltwasserwoche in Stockholm. Zusätzlich ist für Juli 2026 ein Online-Konsultationsformat geplant. Als gemeinsame Diskussionsgrundlage veröffentlichen Deutschland und Mexiko regelmäßig Zwischenberichte ("State of Play") zum Stand der Konsultationen.

  Die folgende Übersicht zeigt Etappen und Beteiligungsmöglichkeiten im Vorbereitungsprozess auf die 2026 UN-Wasserkonferenz.. Weitere Informationen siehe Bildunterschrift

Die Übersicht zeigt Etappen und Beteiligungsmöglichkeiten im Vorbereitungsprozess auf die 2026 UN-Wasserkonferenz.

Stand: 25.06.2026

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