708 von 1.461 Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen haben 2025 zu Verunreinigungen von Oberflächengewässern, der Kanalisation, des Grundwassers oder unmittelbar der Wasserversorgung geführt. Etwa Hälfte aller Unfälle war auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Die Entwicklung bleibt gleichwohl positiv.
Wasserhaushalt und Wasserwirtschaft sind zunehmenden "Stressfaktoren" ausgesetzt. Klimawandelbedingte Hitze- und Dürreperioden oder Starkregen- und Hochwasserereignisse gehören ebenso dazu wie infrastrukturelle Bedrohungen resultierend aus einer veränderten Sicherheitslage, aber eben auch unvorhersehbare Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen. Letztgenannte werden vom Statistischen Bundesamt getrennt nach solchen beim Transport dieser Stoffe und solchen beim Umgang mit Ihnen erfasst. Den jährlichen Zahlen hat das Bundesamt jetzt die Ergebnisse für 2025 hinzugefügt.
Mit 5,9 Millionen Liter sind bei solchen Unfällen 8,9 Prozent weniger als im Vorjahr in die Umwelt ausgetreten. Allerdings konnten anders als 2024 mit 2,4 Millionen Litern rund 41,1 Prozent statt 30,7 Prozent der ausgetretenen Stoffe nicht wiedergewonnen werden. Der seit 2017 beobachtete Trend eines Rückgangs der Anzahl der Unfälle hielt mit einem Minus von 5,3 Prozent und dem Erreichen des niedrigsten Standes seit 2010 an.
Knapp 70 Prozent der in der Umwelt verbliebenen Stoffen entwickelten nur eine allgemeine Gefährdung. Lediglich 1,8 Prozent oder 43.500 Liter entfielen auf stark wassergefährdende Stoffe wie Quecksilber oder Benzin und 8,2 Prozent oder 198.900 Liter auf deutlich wassergefährdende Stoffe wie Heizöl oder Dieselkraftstoff.
Wie die verschiedenen Wassereinzugsgebiete der großen Flüsse zwischen Donau und Schlei sowie Oder und Rhein differenziert nach Mengen und Schadstoffkategorien betroffen sind, worin die Ursachen der Unfälle liegen und mithin zur Eindämmung anzusetzen ist oder ob auch das Grundwasser und die Kanalisation unmittelbar betroffen waren, kann den im statistischen Verbund mit den Landesämtern ermittelten Daten entnommen werden. Diese sind downloadfähig in der GENESIS-Datenbank beim Statistischen Bundesamt sowie in dem Statistischen Bericht abrufbar oder können in der Pressemitteilung der Behörde vom 24. August 2026 nachgelesen werden.