Damals und Heute
Hier zeigen wir Vorher-Nachher-Bilder, die den Fortschritt der Umweltpolitik der letzten Jahrzehnte darstellen.
Ehemaliger Tagebau Cospuden
Vorher Mondlandschaft, nachher Seenlandschaft: Nach der Wende wurde der Tagebau Cospuden stillgelegt und in einer Rekordzeit von nur zehn Jahren renaturiert. Heute ist er ein beliebter Erholungsort und Badesee. Seit 30 Jahren saniert die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH im Auftrag von Bund und Ländern die Hinterlassenschaften der DDR-Braunkohlenindustrie und wandelt sie in attraktive Seenlandschaften für Menschen und wertvolle Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten um. Die Braunkohlesanierung im Mitteldeutschen und Lausitzer Revier ist eines der größten Umweltvorhaben der Bundesrepublik und eine große Erfolgsgeschichte.
Der Silbersee
Vorher giftige Schlämme. Nachher Seengebiet: In die ehemalige Braunkohlen-Grube wurden bis 1993 giftige Schlämme, Abwässer und Abfälle der Filmfabrik Wolfen, ORWO (bis 1945 AGFA), geleitet. Der Silbersee hieß so, weil er biologisch tot war und silbern glänzte. Das Tagebaurestloch galt als eine der größten Umweltsünden der DDR. 1988 dokumentierten mutige Umweltaktivistinnen im Dokumentarfilm "Bitteres aus Bitterfeld" das Ausmaß der Umweltkatastrophe. Seit zehn Jahren wird die Grube Johannes von der Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH mithilfe von Mitteln aus Bund und Ländern rekultiviert. Die Beseitigung von Altlasten in Böden, Flüssen und Seen nach der Wende ist eine der größten Errungenschaften des wiedervereinigten Deutschlands.
Mülldeponie Fürth
Vorher Mülldeponie. Nachher Solarberg: Die einstige Mülldeponie wurde 2003 mit insgesamt 5.760 Solarmodulen bestückt und ist nun ein Ort der Stromgewinnung und Naherholung mit Panoramablick auf Fürth. Die Mülldeponie Fürth steht beispielhaft für das Ende der Mülldeponien in Deutschland. Abfall wird nun stärker getrennt und recycelt. Damit beginnt eine neue Ära der Abfallwirtschaft. Bessere Luft, saubereres Wasser und eine insgesamt gesündere Umwelt sind die Folge.
Einstiger offener Abwasserkanal Boye
Vorher Abwasser im Kanal. Nachher natürlicher Fluss: Die Boye, einst ein offener Abwasserkanal, hat sich im Zuge der Arbeiten der Emschergenossenschaft im Rahmen des Emscher-Umbaus zu einem blauen Fluss mit natürlichen Ufern entwickelt. Es leben wieder Fische und andere Tiere in dem Gewässer. Parallel dazu wurden acht Kilometer Rad- und Fußwege am Gewässer gebaut.
Straßen neu definiert
Vorher Autos und Beton. Nachher lebenswerte Stadt: Ziel ist es, mehr Platz für Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger, Platz zum Spielen für Kinder, grüne Oasen oder Orte zum Verweilen zu schaffen. So wird der öffentliche Raum lebenswerter. Die Bohmterstraße in Osnabrück wurde vor einigen Jahren umgebaut. Die Straße ist nun zweispurig und begrünt. Radfahrende haben jetzt auf beiden Seiten einen zwei Meter breiten Fahrradweg. Im Zuge des Klimawandels werden Begrünung und Kühlung in Innenstädten eine zentrale Rolle zum Schutz der Bevölkerung haben. Die Umgestaltung von Innenstädten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist daher ein zentrales Ziel des Klimaanpassungsgesetzes.
Smog über Essen
Vorher schlechte Luft. Nachher durchatmen: Unter Smog versteht man eine wahrnehmbare Verunreinigung der Luft mit Schadstoffen, die sich oftmals wie eine Dunstglocke über Ballungsräume hängt. Die Schadstoff-Konzentration ist stark gesundheitsschädigend und beeinträchtigt die Atemwege. In den 80er Jahren war Smog noch ein weit verbreitetes Problem in Städten. Durch verschiedene Maßnahmen, darunter die Umstellung von Industriebetrieben auf schwefelarme Brennstoffe, den Einbau von Rauchgasentschwefelungsanlagen, Abgasnachbehandlung in Kfz und der Einführung von Umweltzonen in Städten hat sich die Luftverschmutzung in Deutschland in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert.