Erstmals nahezu vollständiges Recycling von Reststoffen in der Stahlindustrie

19.01.2026
Stahlarbeiter
Die DK Zinc Recycling GmbH plant in Duisburg eine innovative Anlage, um erstmals zinkhaltige Stäube aus der Stahlindustrie aufzubereiten. Das Unternehmen enthält dafür rund zwei Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Bundesumweltministerium fördert Pilotvorhaben in Duisburg mit rund zwei Millionen Euro

Die DK Zinc Recycling GmbH plant in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) eine innovative Anlage, um erstmals zinkhaltige Stäube aus der Stahlindustrie aufzubereiten. Mit dem bisherigen Stand der Technik ist dies nicht wirtschaftlich möglich, die Stäube werden deponiert oder in der Zementindustrie entsorgt und darin enthaltene, wertvolle Metalle gehen verloren. Ziel des innovativen Vorhabens ist es, pro Jahr circa 60.000 Tonnen Reststoffe zu verarbeiten und über 13.000 Tonnen CO₂ einzusparen. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Transformation der Stahlindustrie. Das Unternehmen enthält dafür rund zwei Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums.

In der Stahlproduktion entstehen zinkhaltige Reststoffe in Staubform. Nach dem derzeitigen Stand der Technik sind Stäube mit einem Zinkanteil zwischen fünf bis 15 Prozent im klassischen Recyclingprozess nicht wirtschaftlich recycelbar. Sie werden deponiert oder in der Zementindustrie entsorgt, wobei die enthaltenen Metalle (Zink, Eisen) vollständig verloren gehen.

Die DK Zinc Recycling GmbH plant, mit Hilfe eines neuentwickelten chemischen Verfahrens diese Stäube nun erstmals vollständig zu recyceln. Ziel ist es, jährlich ca. 60.000 Tonnen Reststoffe mit einem durchschnittlichen Zinkgehalt von zwölf Prozent zu verarbeiten. Damit könnten mit der neuen Anlage pro Jahr 5.300 Tonnen hochreines Zinkoxid gewonnen und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Als Nebenprodukte entstehen Gips und Natriumhydrogensulfit. 

Auch im Vergleich zur Primärerzeugung von Zinkoxid besteht ein deutliches Einsparpotenzial an Treibhausgasemissionen. Bei der geplanten Produktionsmenge von 5.300 Tonnen Zinkoxid ergibt sich eine CO₂-Minderung von 13.250 Tonnen pro Jahr.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben finden Sie unter "Weitere Informationen".

19.01.2026 | Pressemitteilung Nr. 003/26 | Kreislaufwirtschaft
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11615
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