Deutschland und Algerien vertiefen Zusammenarbeit zur Minderung von Methanemissionen der Öl- und Gasindustrie sowie im Umwelt- und Klimaschutz

17.07.2026
Jochen Flasbarth (links) bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung zur Minderung von Methanemissionen im Öl- und Gassektor mit Regierungsvertretern Algeriens. .
Deutschland und Algerien haben eine gemeinsame Absichtserklärung zur Minderung von Methanemissionen im Öl- und Gassektor unterzeichnet. Zudem werden beide Länder enger zu den Themen Klima- und Umweltschutz zusammenarbeiten.

Deutschland und Algerien wollen klimaschädliche Methanemissionen aus der Öl- und Gasförderung senken und die nachhaltige Transformation des Energiesektors weiter vorantreiben. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der EU-Methanverordnung. Im Rahmen des algerischen Staatsbesuches am 16. Juli in Berlin unterzeichneten Regierungsvertreter beider Länder eine gemeinsame Absichtserklärung zur Minderung von Methanemissionen im Öl- und Gassektor. Am selben Tag unterzeichneten SONATRACH und VNG einen Gasliefervertrag. Beide Partner haben sich im Juni bereits auf eine verstärkte Zusammenarbeit zur Reduzierung von Methan-Emissionen entlang der Gaswertschöpfungskette verständigt.

Staatssekretär Jochen Flasbarth: "Solange wir fossile Energieträger noch nutzen, müssen wir ihre Klimawirkung so weit wie möglich verringern. Mit Algerien, einem der größten Öl- und Gasförderländer für die EU gehen wir deshalb neue Wege. Wir setzen gemeinsam auf moderne Technologien, die klimaschädliche Methanemissionen bei der Öl- und Gasförderung leichter erfassen und verringern helfen. Mit ihrer Kooperation zur Reduktion von Methan zeigen VNG und SONATRACH wie dies erfolgen kann. Der Tag heute zeigt: Internationale Partnerschaften und klare Regeln wie die EU-Methanverordnung bringen konkrete technische Innovationen und Fortschritte für den Klimaschutz."

Beide Seiten unterstreichen, dass die Öl- und Gasproduktion unter Anwendung hoher Umwelt- und Produktionsstandards erfolgen sollte. Der Minimierung von Methanleckagen kommt dabei herausragende Bedeutung zu, da Methan als besonders stark wirkendes Treibhausgas wirkt. Daher spielt die Methanreduktion eine Schlüsselrolle, um schnell, effektiv und kostengünstig die Klimaerwärmung zu bremsen. Ziel der Methan-Kooperation ist es, den Austausch zu regulatorischen Rahmenbedingungen zu intensivieren, den Einsatz moderner Technologien zur Erfassung und Minderung von Methanemissionen zu fördern sowie gemeinsame Lösungsansätze für regulatorische Herausforderungen zu entwickeln. Der Dialog zwischen Behörden, Unternehmen und Fachleuten soll die Umsetzung internationaler Standards zur Methanminderung beschleunigen. Beide Seiten begrüßen die ressortübergreifende gute Zusammenarbeit in der nun eingesetzten Methan-Arbeitsgruppe, der Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und der EU-Kommission.

Die deutsch-algerische Zusammenarbeit zur Reduktion von Methanemissionen stärkt den klimapolitischen Rahmen künftiger Energielieferungen aus Algerien. Beide Seiten begrüßen den Abschluss eines Gasliefervertrags zwischen dem algerischen Energieproduzenten SONATRACH und dem deutschen Gasversorger VNG. Dieser leistet einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung der deutschen Energieversorgung und stärkt zugleich die langfristige Energiezusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Bereits im Juni haben SONATRACH und VNG eine gemeinsame Absichtserklärung zur Methanzusammenarbeit unterzeichnet. Die Verbindung von Versorgungssicherheit und Klimaschutz unterstreicht die gemeinsame Überzeugung, dass eine nachhaltige Transformation des Energiesektors auf verlässlicher internationaler Zusammenarbeit beruht.

Im Zuge der voranschreitenden Energiewende sehen beide Seiten zukünftig großes Potenzial für die Lieferung klimaneutraler Energie insbesondere klimaverträglichem Wasserstoff und den grenzüberschreitenden Handel mit erneuerbarem Strom. 

Darüber hinaus werden Algerien und Deutschland enger zu den Themen Klima- und Umweltschutz zusammenarbeiten. Das Abkommen umfasst unter anderem die Bereiche Klimawandel, Biodiversitätsschutz, Bekämpfung aller Formen von Umweltverschmutzung und Immissionen. Darüber hinaus soll auch in den Bereichen Abfallwirtschaft sowie Kreislauf- und Grüne Wirtschaft enger zusammengearbeitet werden.

17.07.2026 | Pressemitteilung Nr. 093/26 | Internationales
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11859
  • Fotogalerie Videogalerie

    Mediathek

    Das Ministerium in Bildern

  • Fotogalerie Videogalerie Interviews

    Online-Tagebuch

    Aus der täglichen Arbeit des Ministeriums

  • Newsletter

    Newsletter

    Meldungen per E-Mail empfangen

Wege zum Dialog

Gute Politik für Umweltschutz gelingt, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Schreiben Sie uns oder beteiligen Sie sich an unseren Dialogangeboten oder folgen Sie uns in den Sozialen Medien.