Weltklimakonferenzen
Internationale Zusammenarbeit für die Umsetzung des Pariser Abkommens
Die internationale Klimapolitik wird maßgeblich im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) gestaltet, insbesondere durch die jährlichen Weltklimakonferenzen (COP). Das Bundesumweltministerium arbeitet dabei eng mit anderen Ressorts wie dem Auswärtigen Amt (AA), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie der Europäischen Union (EU) zusammen und vertritt die Bundesregierung in zentralen Verhandlungen. Außerdem richtet das Bundesumweltministerium jährlich den Petersberger Klimadialog mit der zukünftigen COP-Präsidentschaft aus, um eine erfolgreiche ambitionierte internationale Klimapolitik im Austausch mit Schlüsselstaaten aus allen Regionen und Verhandlungsgruppen zu befördern.
Pariser Abkommen: ein Klimavertrag für die Weltgemeinschaft
Deutschland bekennt sich zum Pariser Abkommen und setzt sich international für dessen vollständige Umsetzung, ambitionierte Minderungsziele, im Einklang mit der 1,5 Grad-Grenze, die Abkehr von fossilen Energien, den beschleunigten Ausbau von erneuerbaren Energien, die Bereitstellung von Klimafinanzierung für Entwicklungsländer und Anpassungsmaßnahmen ein.
Um die Umsetzung des Pariser Abkommens weltweit zu beschleunigen und die Voraussetzungen für eine Transformation im Einklang mit den Zielen des Paris-Abkommens zu schaffen, engagiert sich das Bundesumweltministerium in zahlreichen multilateralen Foren und Partnerschaften. Dazu gehören unter anderem:
- G7- und G20-Prozesse
Informelles Forum, in denen insbesondere Fragen des internationalen Klimaschutzes, der Energiewende und Energiesicherheit und der wirtschaftlichen Modernisierung eine wichtige Rolle spielen
- Internationale Energieagentur (IEA)
- Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA)
- Klimaclub
Eine von weiteren internationalen Initiativen zur Förderung von Klimaschutz, nachhaltiger Energiepolitik und Industriedekarbonisierung ist beispielsweise der Klimaclub.
- High Ambition Coalition (HAC)
Zusammenschluss für ambitionierte Ergebnisse in den internationalen Klimaverhandlungen.
Initiativen für freiwillige Klimaschutzmaßnahmen
Neben den internationalen Verhandlungen im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen engagiert sich das Bundesumweltministerium auch auf Umsetzungsebene der sogenannten "Global Action Agenda". Diese Initiative legt den Fokus auf konkrete, sektorübergreifende Klimaschutzmaßnahmen sowie freiwillige Kooperationsinitiativen von Staaten, Städten, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.
Ergebnisse der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai
Mit den Beschlüssen der Weltklimakonferenz COP28 im Jahr 2023 in Dubai haben sich die Vertragsstaaten auf zentrale Weichenstellungen für die Umsetzung des Pariser Abkommens verständigt. Erstmals wurde vereinbart, den Übergang weg von fossilen Energien ("transition away from fossil fuels") in den Energiesystemen auf gerechte, geordnete und ausgewogene Weise zu beschleunigen. Zugleich verständigten sich die Staaten darauf, den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdreifachen und die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate der Energieeffizienz bis 2030 zu verdoppeln. Diese Beschlüsse setzen wichtige Signale für die internationale Energiewende und unterstreichen, dass Klimaschutz, wirtschaftliche Stärke, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zunehmend zusammen gedacht werden.