"Elektroautos werden sich in jedem Fall durchsetzen, weil sie technisch überlegen sind und man beim Fahren viel Geld sparen kann. Die entscheidende Frage ist jetzt, wo diese Autos künftig gebaut werden. Unser Ziel ist, dass sie in Europa gebaut werden und nicht nur in China.
Darum wollen wir gemeinsam mit Frankreich die europäischen Regeln rund um die CO₂-Regulierung und die öffentliche Beschaffung und Förderung neu justieren. Der Umbau der Industrie geht konsequent weiter. Die Hersteller bekommen aber etwas mehr Spielraum bei den CO₂-Werten, um sie in die Lage zu versetzen, in Elektromobilität und europäische Standorte zu investieren. Zugleich wollen wir künftig europäische Produktion deutlich bevorzugen, wenn es um Förderprogramme und öffentliche Beschaffung geht. Das ist eine zeitgemäße Neuausrichtung der deutschen Industriepolitik, die den Erhalt von Jobs und Standorten deutlich stärker gewichtet. Die klare Erwartung an die deutschen Unternehmen ist, dass sie die neuen Möglichkeiten nutzen für Investitionen und Jobgarantien hier in Deutschland.
Mir war wichtig, dass wir bei dieser Gelegenheit auch klima- und industriepolitische Fortschritte für die Stahlindustrie erreichen. Die Stahlindustrie ist eine Schlüsselbranche für den erfolgreichen Umbau unserer Industrie in Richtung Klimaneutralität. Es soll Anreize geben, damit Autos künftig mit klimafreundlichem grünem Stahl gebaut werden. Zudem wollen wir auf nationaler Ebene über die öffentliche Beschaffung den Einsatz von grünem und recyceltem Stahl voranbringen. Die Bahn wird in Deutschland in den nächsten Jahren in großem Stil neue Schienen verlegen. Wir werden darauf achten, dass ein wachsender Anteil dieser Schienen aus grünem und recyceltem Stahl hergestellt sind. Das ist ein relevanter Mehrwert fürs Klima und es hilft der Industrie beim Umstieg."