Tourismuswirtschaft – Steigerung der Wirtschaftsleistung, Deckelung der Umweltbelastung

04.09.2026
Familie beim Wandern in den Bergen
Der Anteil der Tourismuswirtschaft an Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch und Rohstoffeinsatz stieg 2023 – nicht wegen höherer Ausstöße, sondern weil andere Wirtschaftsbereiche stärkere Rückgänge verzeichneten.

Der Anteil der Tourismuswirtschaft an Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen, dem Energieverbrauch und dem Rohstoffeinsatz in Deutschland gemessen am jeweiligen Gesamtaufkommen innerhalb der deutschen Wirtschaft ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 
Ursächlich für den höheren Anteil an der gesamten Wirtschaft sind jedoch nicht absolute Steigerungen von Ausstößen oder Verbräuchen durch die Tourismuswirtschaft, sondern die im Vergleich höheren Rückführungen in anderen Bereichen der Wirtschaft. Aufschlüsse hierzu liefern die jüngsten veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

So sanken die Treibhausgasemissionen der Tourismuswirtschaft im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent, während sich in der Gesamtwirtschaft ein Rückgang von 9,6 Prozent abzeichnete. Der Anteil der Tourismuswirtschaft an den gesamten Treibhausgasemissionen stieg dadurch von 2,3 auf 2,5 Prozent. Ähnlich verhielt es sich bei den Luftschadstoffemissionen, die lediglich hinsichtlich des Kohlenmonoxidausstoßes um 5,4 Prozent zulegten, ansonsten aber fast unverändert blieben, und beim Energieverbrauch, der ebenfalls nahezu konstant war. Für Letztgenannten bedeutete das einen Aufwuchs von 3,1 Prozent auf 3,3 Prozent am Verbrauch der Gesamtwirtschaft, die ihrerseits einen Rückgang von 6,2 Prozent verbuchen konnte. Die Zahlen sind hier ganz maßgeblich von den Luftverkehrsleistungen geprägt.

Auch der tourismusbezogene Rohstoffverbrauch zeigte mit einer Rückführung von 45 auf 44 Millionen Tonnen kaum absolute Veränderung in 2023. Da auch hier die Gesamtwirtschaft deutlich höhere Erfolge erzielte (-9 Prozent), führte das zu einem höheren Anteil der Tourismuswirtschaft. Der Luftverkehr spielt auch hier eine maßgebliche Rolle, jedoch kommt ein noch höheres Gewicht dem Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe zu.

Wenn die Tourismuswirtschaft bei der Rückführung von Emissionen und Verbräuchen nicht mit der Gesamtwirtschaft Schritt halten konnte, dann auch deshalb, weil sich die Erholung der Branche nach der Corona-Pandemie weiter fortgesetzt hat, wie ihre Beiträge zum Bruttoinlandsprodukt, zum Inlandskonsum und zur Beschäftigung in Deutschland zeigen. Hier weisen alle Zahlen Steigerungen auf.

04.09.2026 | Meldung Tourismus und Sport
https://www.bundesumweltministerium.de/ME11897

Wege zum Dialog

Gute Politik für Umweltschutz gelingt, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Schreiben Sie uns oder beteiligen Sie sich an unseren Dialogangeboten oder folgen Sie uns in den Sozialen Medien.