Mehr Unabhängigkeit von fossilen Energien: Bundesumweltminister Schneider weiht in Hamburg größten deutschen Offshore-Windpark ein

17.09.2026
Peter Heydecker (Vorstand EnBW), Katharina Fegebank (Umweltsenatorin Hamburg), Dr. Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister Hamburg), Carsten Schneider (Bundesumweltminister) und Dr. Georg Stamatelopoulos (Vorstandsvorsitzender EnBW)
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat in Hamburg den Offshore-Windpark "He Dreiht" eingeweiht. Mit 64 Anlagen und einer installierten Leistung von 960 Megawatt (MW) ist er derzeit der größte Offshore-Windpark Deutschland.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat heute in Hamburg den Offshore-Windpark "He Dreiht" eingeweiht. Mit 64 Anlagen und einer installierten Leistung von 960 Megawatt (MW) ist er derzeit der größte Offshore-Windpark Deutschlands. Betreiber ist der Energieversorger EnBW, die Energie Baden-Württemberg AG. Mit der Leistung von "He Dreiht" könnte der jährliche Strombedarf von rund 1,1 Millionen Haushalten abgedeckt werden. Offshore-Windenergie gehört zu den wichtigen Säulen der deutschen Energieversorgung. Heimisch produzierte, erneuerbare Energie macht Deutschland unabhängig von Energieimporten, das ist derzeit besonders entscheidend mit Blick auf die globalen Lieferketten und die Weltmarktpreise von Öl und Gas. Außerdem leisten sie einen relevanten Beitrag zum Erreichen unserer Klimaziele.

Carsten Schneider, Bundesumweltminister: "Der neue Offshore-Windpark "He Dreiht" ​ist ein starkes Zeichen​ für ​den weiteren ​Ausbau der Erneuerbaren in unserem Land​. Damit ​machen wir uns unabhängiger von fossiler Energie. ​In der Entwicklung der Offshore-Windenergie liegt enormes wirtschaftliches Potential für die Küstenregionen, aber auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt. Deshalb ist es so wichtig, verlässliche politische Rahmenbedingungen für den weiteren naturverträglichen Ausbau zu schaffen."

Die Bundesregierung hat für einen verlässlichen politischen Rahmen zum weiteren Ausbau der Offshore-Windernergie am 2. September 2026 die Novelle des Wind-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) beschlossen.

Der Gesetzentwurf, der nun im Parlament beraten wird, enthält wichtige Neuerungen, zum Beispiel:

  • Die Förderung wird auf eine stabile Grundlage gestellt durch die Einführung von zweiseitigen Differenzverträgen. Dadurch wird die Investition abgesichert und Finanzierungskosten für Offshore-Projekte sinken.
  • Die Betriebsdauer von Offshore-Windparks wird verlängert von 25 auf 35 Jahre. Dadurch steigt die Wirtschaftlichkeit der Projekte und die Stromgestehungskosten werden gesenkt.
  • Auch wird die Möglichkeit gestärkt, internationale Projekte gemeinsam mit unseren Nachbarn durchzuführen. Damit können die vorhandenen Flächen optimal genutzt werden und Stromerträge gesteigert werden.

Im Rahmen des weiteren Ausbaus der Offshore-Windenergie soll auch der Naturschutz gestärkt werden: Im Bereich des deutschen Teils des Meeresschutzgebiets Doggerbank, der größten Sandbank in der Nordsee und bereits heute Natura-2000-Gebiet, soll der Schutz der Hochseevögel durch die Ausweisung als EU-Vogelschutzgebiet gestärkt werden.

17.09.2026 | Pressemitteilung Nr. 116/26 | Klimaschutz
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11913
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