Unsere Meere sind für das Leben auf unserem Planeten existentiell. Sie sind Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten, sie liefern Nahrung und sie puffern die Erderhitzung ab, indem sie Wärme und CO2 aufnehmen. Die Meere sind zudem Sehnsuchts- und Erholungsorte. Sie dienen als Transportweg der globalen Wirtschaft und bieten Millionen wertvolle Arbeitsplätze wie beispielsweise in der Fischerei oder im Tourismus. Und nicht zuletzt sind sie unverzichtbar für eine nachhaltige Energieproduktion.
Kurz: Kaum ein anderes Ökosystem bietet so viel für Mensch, Umwelt und Klima. Doch die Meere sind schwer belastet. Es zeigt sich immer stärker, wie Klimakrise, Versauerung durch zu viel CO2, Übernutzung, Lärm, Plastikmüll und andere Belastungen dem Ozean massiv schaden - und die Probleme verstärken sich gegenseitig. Die Meere zu schützen ist also aus vielerlei Hinsicht dringend geboten.
Im Bundesumweltministerium wird der Meeresschutz als Priorität behandelt. Daher setzen wir uns intensiv für den Schutz und die Wiederherstellung von Meereslebensräumen und für eine naturverträgliche Nutzung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein. Ein Schwerpunkt dabei ist die intensivere Verzahnung von Klima- und Meeresschutz.
Vom Schutz der Meere profitieren nicht nur Klima und biologische Vielfalt, sondern auch maritime Wirtschaftszweige wie die Fischerei und der Tourismus. Die Meere bieten für Wissenschaft und Unternehmen eine große Chance, um neue Wirtschaftsformen für eine nachhaltige Nutzung zu entwickeln. Dies gilt weltweit und natürlich für unsere "Hausmeere" Nord- und Ostsee.