Tag der Biotonne: Getrennte Sammlung von Bioabfällen hilft auch gegen teure Düngerimporte

25.05.2026
Biotonne mit Müll
Die getrennte Sammlung von Bioabfällen in der Biotonne macht Deutschland unabhängiger von importierten Kunstdüngern. Darauf hat Bundesumweltminister Carsten Schneider anlässlich des Tages der Biotonne am 26. Mai hingewiesen.

Die getrennte Sammlung von Bioabfällen in der Biotonne macht Deutschland unabhängiger von importierten Kunstdüngern. Darauf hat Bundesumweltminister Carsten Schneider anlässlich des Tages der Biotonne am 26. Mai hingewiesen. Die aktuellen internationalen Krisen zeigen, dass die Abhängigkeit von importierten Düngemitteln die Preise für Lebensmittel zusätzlich erhöhen können.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Bioabfälle sind kein Müll, sondern eine wertvolle Ressource – richtig verwertet, wird daraus neue Energie und fruchtbare Böden. Durch die Erzeugung von Biogas lässt sich fossile Energie ersetzen. Auch macht Kompost auf landwirtschaftlich genutzten Böden energieintensiv hergestellte und meist importierte Mineraldünger überflüssig und unterstützt die Humusbildung. Außerdem wird Kompost als Torfersatz bei der Erdenherstellung angewendet. Das schützt unsere Moore! So tragen getrennt gesammelte Bioabfälle in mehrfacher Hinsicht zum Klima- und Ressourcenschutz bei und machen uns unabhängiger von Importen."

Kartoffelschalen, Kaffeesatz, verwelkte Blumen sowie weitere kompostierbare Küchen- und Gartenabfälle bilden mit rund 10 Millionen Tonnen pro Jahr die größte Abfallfraktion in privaten Haushalten. "Aus dem Inhalt unserer Biotonnen wird wertvoller Kompost hergestellt, der als natürlicher Dünger und Bodenverbesserer größtenteils in der Landwirtschaft eingesetzt wird", sagte Uwe Feige, VKU-Vizepräsident, in Berlin.

Auch NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger betonte in Berlin die große Bedeutung von Bioabfällen: "Bioabfälle zählen zu den wertvollsten heimischen Rohstoffen, die wir haben. Mit dem daraus hergestellten Kompost lässt sich nicht nur teurer Kunstdünger und Torf ersetzen, dessen Abbau klimaschädlich ist, sondern zunehmend produzieren die Verwertungsanlagen neben dem Kompost auch Biogas. Damit wird die Unabhängigkeit von Gasimporten gefördert – ein Beitrag zur Sicherheit unserer Energieversorgung."

Am Tag der Biotonne führen bundesweit zahlreiche Kommunen, Entsorgungsbetriebe und lokale Gruppen Aktionen durch, um auf die Relevanz der Biotonne aufmerksam zu machen. Ziel ist es, die Bevölkerung für die richtige Trennung von Bioabfällen zu sensibilisieren und die Bedeutung dieses Stoffstroms für Landwirtschaft, Klima- und Ressourcenschutz hervorzuheben.

Frauke Bank, Marketingleiterin der Berliner Stadtreinigung (BSR) sagte aus Anlass des Tages der Biotonne: "Wir werben seit Jahren erfolgreich dafür, dass Berlinerinnen und Berliner ihre Bioabfälle richtig trennen. Dabei begrüßen wir als kommunaler Abfallwirtschaftsbetrieb bundesweite Initiativen wie den Tag der Biotonne, die unsere Arbeit vor Ort stärken. Jeder Bioabfall, der in der Biotonne statt im Restmüll landet, ist ein Gewinn für die Umwelt und für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in Berlin".

David Wilken, Geschäftsführer der BGK - Bundesgütegemeinschaft Kompost, die den Aktionstag initiiert hat, erklärte in Berlin: "Mit dem diesjährigen Slogan 'Der Boden beginnt hier' möchten wir die Öffentlichkeit darüber informieren, wie wichtig die Erzeugung und der Einsatz hochwertiger Komposte ist, um Böden zu verbessern und deren Qualität aufrecht zu erhalten. Durch sauber getrennte Bioabfälle können Komposte und andere organische Dünge- und Bodenverbesserungsmittel hergestellt werden, die vielseitig in konventioneller und ökologischer Landwirtschaft, in privaten und öffentlichen Gärten und Parks oder zur Herstellung von Blumen- und Gemüseerden genutzt werden können.

25.05.2026 | Pressemitteilung Nr. 060/26 | Kreislaufwirtschaft
Gemeinsame Pressemitteilung BMUKN und Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) e. V.
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11765
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