Extremwetterereignisse

Was ist das Problem?

Der menschengemachte Klimawandel stellt wegen seiner vielseitigen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen heute und in Zukunft eine große Herausforderung für uns alle dar. Selbst wenn es uns gelingen würde, die Erde ab sofort nicht noch weiter anzuheizen, sind bestimmte klimabedingte Veränderungen nicht mehr aufzuhalten.

Schon die bisher beobachteten Klimaveränderungen in Deutschland führen zu einer Zunahme extremer Wetterereignisse, die Teile unserer Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen. Viele Menschen werden in ihrer Gesundheit erheblich belastet, in dessen Folge es zu einem Anstieg der Morbidität (Krankheitshäufigkeit) und Mortalität (Sterblichkeit) kommt.

In Deutschland gehen Risiken vor allem von Stürmen, extremer Hitze und Trockenheit, Starkniederschlägen und damit häufig einhergehenden Überschwemmungen aus. Diese können beim Menschen zu körperlichen Verletzungen unter Umständen mit Todesfolge, Traumatisierungen und psychischen Erkrankungen nach Verlustsituation führen.

Hitzewellen

Über einen längeren Zeitraum anhaltende Hitzewellen übersteigen in unseren Breiten oftmals die Anpassungsfähigkeit insbesondere der älteren Bevölkerung. Auch die Infrastruktur ist häufig nicht darauf eingerichtet. So war es bei der Hitzewelle im Sommer 2003. Hochrechnungen zufolge kam es in Deutschland zu circa 10.000 zusätzlichen Todesfällen durch direkte hitzebedingte Erkrankungen, wie Hitzschlag oder akute Verschlechterungen bestehender Vorerkrankungen beispielsweise des Herz-Kreislauf-Systems. Im Vergleich zu ländlichen Gebieten kommen in großstädtischen Ballungsräumen – besonders in Kessellagen (zum Beispiel Stuttgart, Aachen, Bonn oder Mainz) – zu den thermischen Effekten auch noch Luftverunreinigungen hinzu.

Die Hitzewelle 2003 war Anlass, das Hitzewarnsystem beim Deutschen Wetterdienst einzurichten. Daneben gibt das Umweltbundesamt Ozonwarnungen heraus und rundet so den Service in diesem Segment der Gesundheitsprävention ab. Diese Warnsysteme informieren die Länder, Kommunen und die Bevölkerung über bevorstehende Hitzeperioden beziehungsweise Ozonspitzen. So kann sich beispielsweise das Gesundheitswesen tagesaktuell durch Verstärkung der Bereitschaftsdienste auf diese Herausforderungen einstellen.

Was kann ich selbst bei Hitze tun?

  • Sport und anstrengende Tätigkeiten sollten nach Möglichkeit nur morgens und abends, wenn es kühler ist, durchgeführt oder auch ganz vermieden werden.
  • Mittags: sich im Schatten oder in kühlen Räumen aufhalten. Damit ist man auch am besten vor zu viel ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) der Sonne geschützt. Ansonsten auf geeignete Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille achten. Was nicht mit Kleidung bedeckt ist, muss gut mit Sonnencreme geschützt werden.
  • Viel Flüssigkeit zu sich nehmen; die sonst normale Menge reicht bei Hitze nicht aus! Besonders geeignet sind mineralstoffhaltige Getränke wie Mineralwasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen, aber auch einfach Leitungswasser. Alkohol und eiskalte Getränke meiden.
  • Nachts und morgens lüften, solange die Außentemperatur niedriger ist als die Temperatur in der Wohnung.
  • Sonnenbeschienene Räume tagsüber mit Vorhängen und/oder Rollläden abdunkeln.
  • Besonders gefährdeten Personen, wie alten Menschen, Kranken und Kindern, behilflich sein: Sie können sich oft nicht selbst helfen.

Hochwasser

Informationen zum Thema Hochwasser werden auf den folgenden Seiten bereitgestellt:

Über die Nationale Wasserstrategie wird auf der folgenden Seite informiert:

Stand: 02.12.2025

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