Die aktuelle Hitzewelle macht vielen Menschen in Deutschland zu schaffen. Nachfolgend stellt das Bundesumweltministerium hilfreiche Informationen zur Verfügung:
Wer kümmert sich in Deutschland um den Schutz vor Hitze?
In Deutschland sind vor allem Länder und Kommunen für den Hitzeschutz zuständig. Das hat Vorteile: Denn große Städte, wo Menschen eng zusammenwohnen und es viele versiegelte Flächen gibt, sind anders von Hitzewellen betroffen als Landkreise mit großen Flächen und geringer Bevölkerungsdichte. Kommunen kennen die spezifischen Anforderungen sehr gut und leisten oft schon gute Arbeit für den Hitzeschutz.
Mit Hilfe des Bundes konnte schon viel erreicht werden:
• In rund 2.500 lokalen Projekte sorgen wir für mehr Stadtgrün und Entsiegelungen. Unter anderem konnten wir schon 60.000 Stadtbäume fördern, bis 2030 wollen wir 300.000 weitere Bäume pflanzen.
• Bundesweit unterstützen wir 580 Kitas, Pflege- und Altenheime und andere soziale Einrichtungen vor allem beim Hitzeschutz.
• Wir fördern aktuell insgesamt 324 Klimaanpassungsmanager in Kommunen.
• 7 von 16 Bundesländern haben bereits einen landesweiten Hitzeaktionsplan.
• Zahlreiche Kommunen haben sich in den letzten Jahren intensiv mit der Vorbereitung von Maßnahmen im akuten Hitzefall wie auch mit mittel- und langfristigen Maßnahmen zum Schutz vor Hitze befasst und entsprechende Pläne erstellt.
Für die Zukunft brauchen wir aber mehr Engagement auf allen Ebenen. Die Bundesregierung tut im Rahmen ihrer Möglichkeiten schon viel. Wir können und wollen aber mehr tun, um die Bevölkerung zu schützen. Der wichtigste Teil der Antwort ist engagierter Klimaschutz, damit die Hitzewellen in Zukunft nicht noch extremer werden. Dazu kommt ein besserer Umgang mit Hitzewellen. Das Bundesumweltministerium prüft aktuell in einem Forschungsprojekt, wie ein nationaler Hitzeaktionsplan für Deutschland ausgestaltet werden könnte, der zu unseren föderalen Strukturen passt. Außerdem arbeiten wir mit den Bundesländern an einer Lösung für eine dauerhafte gemeinsame Finanzierung von Maßnahmen der Kommunen für Klimaanpassung und auch Hitzeschutz.
Was tut der Bund konkret zur Unterstützung der Kommunen?
Die Bundesregierung unterstützt Kommunen und soziale Einrichtungen auf kommunaler Ebene bei Ihren Maßnahmen für Klimaanpassung und Hitzeschutz.
Auswahl der zentralen Förderprogramme:
- Förderprogramm "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen": Gefördert wird die Anlage von naturnahen Grünflächen, auch um die Artenvielfalt im Siedlungsbereich zu schützen. Dazu gehören Stadtbäume und Entsiegelungen.
- Förderprogramm "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen": Gefördert werden innovative Modellvorhaben mit Vorbildcharakter, die notwendige Klimaanpassungsprozesse im Gesundheits-, Pflege- und Sozialsektor systematisch und ganzheitlich umsetzen. Derzeit werden rund 580 Vorhaben mit insgesamt 85 Millionen Euro unterstützt.
- DAS-Förderprogramm "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels": Gefördert wird der Einsatz von Klimaanpassungsmanagern, die lokalspezifische Anpassungskonzepte erstellen sowie einzelne Maßnahmen planen und umsetzen. Derzeit wird der Einsatz von insgesamt 324 kommunale Klimaanpassungsmanagern gefördert.
Weitere Förderungen erfolgen unter anderem über das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz:
Darüber hinaus unterstützt der Bund Länder und Kommunen mit zahlreichen Maßnahmen aus der Klimaanpassungsstrategie von 2024: