Sommerreise 2026
Carsten Schneider in Mecklenburg-Vorpommern
Bundesumweltminister Carsten Schneider ist vom 1. bis 3. Juli auf Presse-Sommerreise in Mecklenburg-Vorpommern. Er besucht einige Projekte an der Ostsee und informiert sich vor Ort bei Unternehmen und Organisationen über erfolgreiche Klima- und Umweltschutzlösungen. Dabei steht das Thema Meeresschutz im Fokus, darüber hinaus besichtigt er unter anderem das Atom-Zwischenlager in Lubmin, schaut sich die Wasserstoffproduktion der Firma H2APEX an und Maßnahmen, die Meeres- und Klimaschutz auf natürliche Weise verstärken.
Stationen der Sommerreise
Reisetag 1. Juli
Endlagersuche und Naturschutzakademie Vilm
Lubmin: Besuch des Atom-Zwischenlagers

Der Abbau der Kraftwerke an den Standorten Lubmin und Rheinsberg soll zusammen mit dem anschließenden Abriss der Reaktoren bis 2045 erfolgen. Diese Aufgabe liegt bei EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH, ebenso wie der Betrieb des Zwischenlagers Nord. In dem Kernkraftwerk Greifswald sind insgesamt fünf Reaktorblöcke und in Rheinsberg ein Reaktorblock stillzulegen und zu entsorgen.
Die Zerlegung der Großkomponenten wie Dampferzeuger und anderes, die Konditionierung und Verpackung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle aus dem Betrieb und Abbau wird sich noch über mehrere Jahrzehnte erstrecken und soll voraussichtlich Ende der 60er Jahre abgeschlossen werden.
Insel Vilm: Unberührte Natur und Naturschutzakademie

Die Insel Vilm ist weit mehr als ein Ort außergewöhnlicher Natur. Sie steht beispielhaft für den erfolgreichen langjährigen Schutz wertvoller Lebensräume und für das Zusammenspiel von Naturschutz, Forschung und internationalem Austausch.
Als Begegnungsstätte für im Naturschutz Tätige aus den alten und neuen Bundesländern spielte Vilm mit seiner Naturschutzakademie eine besondere Rolle im Vereinigungsprozess. Heute ist es ein Zentrum für Fortbildung und Dialog zu nationalen und internationalen Fragen des Naturschutzes und Teil eines Standortes des Bundesamtes für Naturschutz.
Reisetag 2. Juli
Meeresschutz und Munitionsbergung
Kreideküste Rügen: Meeresschutz

Die Ostsee zieht mit ihren einzigartigen Küstenlandschaften und ihren besonderen Tier- und Pflanzenarten jährlich tausende Besucherinnen und Besucher an. Für viele Menschen ist die Region Heimat und Lebensmittelpunkt. Zudem bietet sie Arbeitsplätze etwa in der Fischerei oder im Tourismus. Doch die Ostsee – ein Binnenmeer mit geringem natürlichem Wasseraustausch – ist stark übernutzt und von den Auswirkungen der Klimakrise besonders betroffen. Sie erwärmt sich sehr schnell, zudem nimmt die Trübung im Wasser aufgrund der zu hohen Nährstoffgehalte zu und unterdrückt das Wachstum von Algen in ihrem normalen Tiefenvorkommen. Wichtige Fischbestände wie Dorsch und Hering sind zusammengebrochen und der Bestand des Ostsee-Schweinswals ist auf wenige hundert Tiere reduziert. Für die Bundesregierung ist der Schutz der Ostsee daher eine Priorität, dies wurde auch im Koalitionsvertrag festgehalten.
Rostock Hafen: Kompetenzzentrum Munitionsbergung aus dem Meer

Bundesumweltminister Carsten Schneider gibt in Rostock im Rahmen eines "Kick-Offs" den Startschuss für das Bundeskompetenzzentrum Munitionsbergung aus dem Meer. Bei einem Treffen mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis wird es um die Dringlichkeit, aber auch die Herausforderungen und technischen Möglichkeiten der Bergung von Altmunition im Meer gehen.
Reisetag 3. Juli
Grüner Wasserstoff und Grünes Band
Rostock Laage: Produktion von grünem Wasserstoff

Grüner Wasserstoff ist ein zentraler und unverzichtbarer Baustein für die Klimaneutralität von Industrie, Verkehr und Energiesystemen. Mit Projekten in Rostock Laage und Lubmin treibt die Firma H2APEX den Wasserstoffhochlauf in Mecklenburg-Vorpommern voran und stärkt zugleich regionale Wertschöpfung und Innovation.
Das eröffnet Chancen für die regionale Wertschöpfung, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und sichert zukunftsfähige Arbeitsplätze. Das Unternehmen beschäftigt rund 160 Mitarbeitende, die Wasserstoffprojekte von der Planung bis zur Umsetzung entwickeln und steuern. H2APEX konzentriert sich seit 2012 auf die Entwicklung von Projekten zur Erzeugung, Speicherung, zum Transport und zur Nutzung von grünem Wasserstoff und ist an mehreren Standorten in Deutschland aktiv.
Salzwedel: Radtour entlang des Grünen Bands

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie: Das Grüne Band ist ein vielfältiger Lebensraum, der in Deutschland vier Biosphärenreservate und den Nationalpark Harz durchzieht. Es ist eine einzigartige Landschaft, die Natur und deutsch-deutsche Geschichte verbindet: Lebensräume, Generationen, Ost und West.
Im Schatten des Eisernen Vorhangs entwickelte sich im Sperrgebiet entlang der innerdeutschen Grenze eine einzigartige Natur. Der außergewöhnliche Artenreichtum und die großen Bestände seltener Arten im Grünen Band wurden früh von Naturinteressierten und Fachleuten wahrgenommen und dokumentiert.














