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Livestream ab 21.04. 13:00 Uhr: Pressekonferenz beim Petersberger Klimadialog 2026
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17. Petersberger Klimadialog: Mehr als 30 Länder beraten über Klimapolitik und Ausweg aus fossiler Energiekrise

21.04.2026
Carsten Schneider hält eine Rede.
In Berlin beraten internationale Vertreter beim 17. Petersberger Klimadialog über Lösungen für die globale Energie- und Klimakrise.

Heute und morgen findet in Berlin der 17. Petersberger Klimadialog statt. Es ist die erste klimapolitische Zusammenkunft seit Beginn der bislang größten fossilen Energiekrise, die weltweit zu massiven Preissprüngen, Knappheiten, Hunger und Not führt. Gastgeber des Klimadialogs sind Bundesumweltminister Carsten Schneider sowie die Minister der designierten COP31-Präsidentschaft Türkei, Murat Kurum, sowie der designierten COP31-Verhandlungspräsidentschaft Australien, Chris Bowen. Eingeladen sind Ministerinnen und Minister aus über 30 Ländern sowie Vertreterinnen und Vertreter der EU, der Vereinten Nationen sowie weiterer internationaler Organisationen. An bestimmten Teilen des Dialogs nehmen auch Gäste aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft teil. Erstmals sind auch Unternehmen vertreten, die in Industrie, Finanzsektor und Clean Tech am Übergang in die klimaneutrale Wirtschaft arbeiten.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Die fossile Energiekrise, die wir derzeit erleben, bringt Menschen weltweit in Bedrängnis. Die zentrale Erkenntnis ist: Wir müssen unabhängiger werden von teurem und unsicherem Öl und Gas. Die große Mehrheit der Menschheit verbindet der Wunsch, nicht länger Opfer der Entwicklungen an der Straße von Hormus zu sein. Zum Glück gibt es längst gute Gegenmittel, mit erneuerbaren Energien, Elektromobilität und Wärmepumpen. Die schwierige aktuelle Lage bietet daher auch eine Chance für klimapolitische Fortschritte. Denn: Die Klimapolitik liefert die Lösungen, damit die nächste fossile Energiekrise weniger weh tut. Wenn Staaten sich jetzt weltweit neu sortieren und nach Orientierung suchen, ist der Petersberger Klimadialog eine gute Gelegenheit, neuen Schwung für den Klimaschutz zu organisieren."

Zentrales Ziel des diesjährigen Petersberger Klimadialogs ist es, Chancen für internationale Kooperation zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1.5 Grad zu identifizieren. Die Zeit dafür drängt, wie der WMO-Bericht zum Zustand des Klimas bestätigt: die Jahre 2015 bis 2025 waren die elf wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.

Dass auch der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, am Petersberger Klimadialog teilnimmt, unterstreicht die enge Verbindung zwischen Klimapolitik und Energiepolitik: Der Einsatz gegen Klimawandel und Energiekrise muss und kann gemeinsam gestaltet werden. Die Energiekrise zeigt die strukturellen Risiken fossiler Abhängigkeiten. Zugleich setzen zahlreiche Staaten immer stärker auf erneuerbare Energien und Elektromobilität, um diese Abhängigkeiten zu reduzieren. All diese Maßnahmen helfen auch gegen den Klimawandel, weil sie die Abkehr von fossilen Energieträgern beschleunigen.

Schneider: "Bei Strom aus Wind und Sonne sind wir international schon sehr weit gekommen. Jetzt geht es darum, den nächsten Schritt zu schaffen und auch Mobilität und Heizungen mit Strom aus erneuerbaren Energien elektrisch anzutreiben. Ich werde hier in Berlin dafür werben, dass das Thema Elektrifizierung eine wichtige Rolle bei der nächsten Weltklimakonferenz bekommt. Die kollektive Erfahrung der aktuellen Energiekrise kann dabei helfen, zu größeren Fortschritten zu kommen."

Deutschland verfolgt konsequent den Umbau seiner Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien und höherer Energieeffizienz. Der Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie die Elektrifizierung von Verkehr, Gebäuden und Industrie – etwa durch Elektromobilität und Wärmepumpen – reduzieren den Einsatz fossiler Energieträger. Dadurch sinkt die Abhängigkeit von Energieimporten. Gleichzeitig werden Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung, Gesundheit und Sicherheit gestärkt. Der Petersberger Klimadialog wurde 2010 von Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel im Nachgang der Weltklimakonferenz in Kopenhagen initiiert. Seitdem findet er jährlich als informelles Ministertreffen statt, bei dem zentrale Fragen der internationalen Klimapolitik frühzeitig diskutiert und vorbereitet werden. In diesem Jahr soll er dazu beitragen, konkrete Fortschritte für die nächste Weltklimakonferenz in Antalya im Herbst im vertraulichen Rahmen vorzubereiten.

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Petersberger Klimadialog 2026

21. und 22. April 2026 in Berlin

21.04.2026 | Pressemitteilung Nr. 040/26 | Klimaschutz
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11713
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