Bundesumweltminister Carsten Schneider reist heute nach Frankreich zum Treffen der G7-Umweltministerinnen und -minister in Paris. Schwerpunktthemen des Treffens sind unter anderem ein Ausbau des Meeresschutzes, der Umgang mit illegaler Fischerei, die Finanzierung von Biodiversitätsmaßnahmen und der bessere Schutz der globalen Wasserressourcen. Auch über die Frage, wie Gebäude in Zeiten des Klimawandels resilienter werden können, werden sich die Regierungsvertreterinnen und -vertreter austauschen. Außerdem ist ein Austausch zur weiteren Umsetzung der UN-Wüstenkonvention vorgesehen.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Wir stehen vor der Aufgabe, Klima- und Umweltschutz, wirtschaftliche Entwicklung und Energiesicherheit konsequent zusammenzudenken. Gerade die Erfahrungen aus den Gesprächen beim Petersberger Klimadialog haben gezeigt: Die internationale Gemeinschaft erwartet von den führenden Wirtschaftsnationen konkrete Fortschritte – bei der Finanzierung von Biodiversität, beim Schutz der Meere und Wasserressourcen sowie im Kampf gegen illegale Fischerei. Verlässliche multilaterale Zusammenarbeit ist unverzichtbar, um die großen Probleme unserer Zeit zu bewältigen. Wer heute konsequent auf erneuerbare Energien, effizienten Ressourceneinsatz und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen setzt, macht sich unabhängiger von fossilen Importen, geopolitischen Erpressungsversuchen und volatilen Märkten. Eine solche Politik stärkt Energiesouveränität und Wirtschaftskraft und sichert langfristig Wohlstand. Die Gespräche beim Petersberger Klimadialog haben deutlich gemacht, dass ein großer Teil der internationalen Gemeinschaft genau diese Verbindungen sieht."
Die französische G7-Präsidentschaft hat auch Regierungsvertreter aus weiteren Ländern eingeladen, darunter die Präsidentschaften der UN-Klimaschutz-, der UN-Biodiversitäts- und der UN-Wüstenverhandlungen, die in diesem Jahr anstehen: Australien, die Türkei, Armenien und die Mongolei. Auch Brasilien, Indien, Kenia und Südkorea wurden eingeladen.
Die Umweltministerinnen und Umweltminister wollen sich in Paris auf politische Erklärungen zur Bekämpfung der zunehmenden Wüstenbildung, zu stärkerem Vorgehen gegen illegale Fischerei und auf mehr Zusammenarbeit beim Schutz von Wasserressourcen, insbesondere vor der Verschmutzung durch Chemikalien, einigen. Außerdem werden sie drei Initiativen der französischen Präsidentschaft begrüßen, die sich mit Biodiversitätsfinanzierung, der Resilienz des Gebäudesektors und verbessertem Management von Meeresschutzgebieten befassen.