18. Sonderbriefmarke aus der Reihe "Für den Umweltschutz" erschienen
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, nahm heute vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Dennis Rohde, die 18. Sonderbriefmarke aus der Serie "Für den Umweltschutz" entgegen. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Sonderbriefmarke werden gemeinnützige Projekte zum Thema "Anpassung an den Klimawandel" unterstützt.
Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr Sutter: "Der Klimawandel ist kein fiktives Zukunftsszenario mehr, sondern für uns alle längst spürbare Realität. Dies haben nicht zuletzt die Hitzewellen des Sommers mit allen ihren weitreichenden Konsequenzen gezeigt. Deshalb ist es wichtig, dass die neue Sonderbriefmarke "Für den Umweltschutz" dieses zentrale Thema Anpassung an den Klimawandel aufgreift, dafür wirbt und gleichzeitig durch den Verkauf der Marke konkrete Projekte gefördert werden, die Anpassungsmaßnahmen umsetzen."
Die Grafik der Sondermarke für Umwelt 2026 veranschaulicht, wie Grünflächen, Flüsse und Bäume zur Klimaanpassung beitragen. Solche Orte nehmen Starkregen besser auf als versiegelte Flächen und schützen vor Überschwemmungen, Dürren und anderen Extremwetterereignissen. Öffentliche Parks, schattige Wege und Trinkwasserbrunnen machen Hitzetage erträglicher. Klimaanpassungsmaßnahmen erhöhen so aber auch ganzjährig die Lebensqualität.
Klimaschutz und Klimaanpassung
Der Klimawandel betrifft mittlerweile alle Lebensbereiche in Deutschland: Hitze und Dürren sorgen für Ernteausfälle in der Landwirtschaft, setzen den Wäldern zu, lassen Grundwasserpegel sinken bis zur Gefährdung der Trinkwasserversorgung in manchen Gebieten. Flüsse und Seen führen so wenig Wasser, dass der Transport von Wirtschaftsgütern schwierig wird. Starkregen sorgt für Überschwemmungen, gefährliche Unterspülungen von Straßen und Schienen – und führt im Extremfall zu Katastrophen wie im Ahrtal 2021. Dadurch entstehen menschliche Tragödien und immense volkswirtschaftliche Kosten.
Aus diesem Grund sind Investitionen in Klimaschutz und Klimaanpassung unverzichtbar. Der Bund hat in den letzten Jahren bereits zentrale Bausteine geschaffen, um die Resilienz gegenüber Klimarisiken zu stärken:
Das Klimaanpassungsgesetz (KAnG) und die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) bilden einen rechtlichen und strategischen Rahmen, der die Länder verpflichtet, flächendeckende Risikovorsorge in den Kommunen zu veranlassen. Kommunen haben auf Basis von Risikoanalysen Klimaanpassungskonzepte mit einem Maßnahmenkatalog zu entwickeln – etwa Pläne zum Hitzeschutz in Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden.
Darüber hinaus unterstützt der Bund mit mehreren Förderrichtlinien Kommunen beziehungsweise Träger sozialer Einrichtungen finanziell bei der Planung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen:
- Die Förderrichtlinien "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen" und "Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen" des BMUKN unterstützen Maßnahmen zur Abkühlung in Städten und anderen Gemeinden. Das Geld wird zum Beispiel für die Pflanzung von Bäumen, die Schaffung von Parkanlagen und Bodenentsiegelungen genutzt.
- Die "DAS-Förderrichtlinie" finanziert die Schaffung eines Klimaanpassungsmanagements in Kommunen.
- Die Förderrichtlinie "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" (AnpaSo) vergibt Fördergelder zum Beispiel an Kitas oder Pflegeheime, damit sie ihre besonders schutzbedürftigen Nutzenden besser vor Klimawandelfolgen schützen können.
Mit der "Nationalen Wasserstrategie" entwickelt die Bundesregierung ein Instrument für den Umgang mit Wasserknappheit gemeinsam mit den Ländern weiter.
Die Bundesregierung prüft außerdem zurzeit, wie ein nationaler Hitzeaktionsplan für Deutschland ausgestaltet und umgesetzt werden könnte.
Briefmarken aus der Serie "Für den Umweltschutz" erscheinen seit 1992 alle zwei Jahre und greifen ein aktuelles Umweltthema auf. Neben dem Portowert wird beim Erwerb der Marken ein Zuschlag von 40 Cent bezahlt. Die Erlöse aus diesem Zuschlag kommen Projekten zum Thema zugute. Die Marke kann ab dem 3. September 2026 in allen Verkaufsstellen der Deutschen Post AG oder online erworben werden.
Weitere Informationen zum Thema Anpassung an den Klimawandel und den einzelnen Briefmarken der Serie "Für den Umweltschutz" erhalten Sie unter "Weiteren Informationen".