Weltnaturkonferenz (CBD COP 17)
Am 19. Oktober beginnt die 17. Weltnaturkonferenz (CBD COP17) in der armenischen Hauptstadt Eriwan unter dem Motto "Handeln für die Natur". Als "Halbzeitkonferenz" zieht sie eine erste Bilanz zur Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmens (Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework, kurz GBF). Dieser ehrgeizige Plan, der vor knapp vier Jahren auf der Weltnaturkonferenz in Montréal verabschiedet wurde, markiert einen historischen Meilenstein im internationalen Naturschutz. Er enthält vier übergeordnete Statusziele bis 2050 sowie 23 Handlungsziele bis 2030. Dazu gehören insbesondere das 30x30-Schutzgebietsziel – also mindestens 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresflächen bis 2030 unter Schutz zu stellen – sowie die Verpflichtung, mindestens 30 Prozent der degradierten Ökosysteme bis 2030 in eine Wiederherstellung zu bringen.
Die erste Globale Bestandsaufnahme der kollektiven Umsetzung zeichnet ein klares Bild: Gemeinsam unternehmen wir bereits zahlreiche Maßnahmen, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen. Als Staatengemeinschaft sind wir aber noch weit von der Erreichung der 23 globalen Ziele entfernt. Um bis 2030 auf Kurs zu kommen, muss die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen weltweit beschleunigt und konsequent vorangetrieben werden.
In Eriwan wird sich Deutschland bei den Verhandlungen dafür einsetzen, die Finanzierung für die Umsetzung des GBF aus allen Quellen zu stärken und die Ausrichtung von Finanzflüssen am GBF voranzubringen. Auch sollen Synergien zwischen Biodiversitäts- und Klimaschutz gestärkt werden.
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