Carsten Schneider bei der UN-Vollversammlung in New York
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Deutschland ist dem neuen UN-Hochseeschutzabkommen beigetreten. Die entsprechende Ratifizierungsurkunde hat Bundesumweltminister Carsten Schneider bei den Vereinten Nationen hinterlegt.
Carsten Schneider im Gespräch mit dem Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien Gavin Newsom.
Deutschland wird nun noch stärker dazu beitragen können, die Meeresökosysteme in den Weltmeeren zu bewahren. Insgesamt haben damit derzeit 94 Staaten, darunter China, zahlreiche kleine Inselstaaten, viele EU-Staaten sowie die EU selbst das Abkommen ratifiziert.
Das Abkommen umfasst die Hohe See, also die Biodiversität in Meeresgebieten jenseits nationaler Zuständigkeit - englisch: biodiversity beyond national jurisdiction (BBNJ). Diese Gebiete, die rund die Hälfte der Oberfläche unseres Planeten ausmachen, bilden das größte zusammenhängende Ökosystem der Erde: Von majestätischen Walen bis zu Tiefseekorallen beherbergt die Hohe See einzigartige Lebewesen, die die Staatengemeinschaft mit dem Abkommen erstmals durch einheitliche Umweltregeln und die Ausweisung von Meeresschutzgebieten besser schützen kann.
Carsten Schneider nimmt für Deutschland gemeinsam mit Außenminister Johann Wadephul und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan an der UN-Generalversammlung teil.
Das Abkommen bietet erstmalig die Möglichkeit der Ausweisung von Schutzgebieten auf der Hohen See. Durch Ausschluss von bestimmten Nutzungen können sich beispielsweise marine Säuger dort zurückziehen, Fischbestände können sich erholen. Das Abkommen wird so einen entscheidenden Beitrag zum globalen Versprechen leisten, bis 2030 insgesamt 30 Prozent aller globalen Meeresgebiete unter Schutz zu stellen.
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